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Dresden steckt 2013/14 rund 183 Millionen Euro in den Schulbau

Dresden steckt 2013/14 rund 183 Millionen Euro in den Schulbau

Die Stadt Dresden und das Land investieren in diesem Jahr 83,5 Millionen Euro in das Schulnetz, im kommenden Jahr sind es weitere100 Millionen Euro.

Das hat Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) angekündigt. Mit dem Geld werden 26 Schulen saniert, erweitert oder neu gebaut. Und am Standort Tolkewitz will der Bürgermeister ausprobieren, ob die Stadt mit privat-kommunalen Partnerschaften billiger und schneller zu neuen Schulen kommt.

Lehmann gab sich optimistisch, diese umfangreichen Investitionen zu bewältigen. "Wir müssen einfach", sagte er mit Blick auf steigende Kinderzahlen und den jahrelang aufgestauten Sanierungsbedarf an den Dresdner Schulen. Zudem habe der Freistaat Sachsen signalisiert, das Dresdner Schulbauprogramm in den Jahren ab 2015 auch mittelfristig mit jeweils rund 20 Millionen Euro Fördermitteln unterstützen zu wollen.

Erste Verzögerung absehbar

Allerdings deutet sich bereits der erste Bremsklotz an: Gegen den geplanten Turnhallen-Neubau für das Gymnasium "Dreikönigsschule" in der Neustadt hat ein Einwohner Beschwerde eingelegt. "So etwas kann uns gut und gerne ein halbes Jahr kosten", ärgerte sich Lehmann. Weitere Verzögerungen für die anderen Schulbauprojekte seien derzeit nicht absehbar, gerade bei neuen Standorten müsse man aber jederzeit mit Genehmigungsproblemen rechnen.

Um das Mammutprogramm dennoch im Griff zu behalten, testen Lehmann & Co. auch neue Management-Methoden. Dazu gehören laut bürgermeisterlichen Angaben zum Beispiel ämterübergreifenden Beratungen und Arbeitsgruppen mit Bildungsagentur und Kultusministerium. Denn die Stadt ist auf den guten Willen der freistaatlichen Behörden durchaus angewiesen: Weil der Dresdner Schulnetzplan und Haushalt immer noch nicht formal von allen Institutionen abgesegnet sind, baut Lehmann derzeit auf Zuruf, also nach mündlicher Zusicherung, dass im konkreten zum Beispiel ein vierzügiges Gymnasium letztlich vom Land genehmigt wird und nicht etwa in letzter Minute gekippt.

Testfall Generalauftragnehmer

Erproben will die Stadt auch ein neues Vergabemodell, das von der lokalen Handwerkerschaft mit Misstrauen beäugt wird: Ab 2016 soll in Tolkewitz für 60 Millionen Euro ein neuer Komplex aus Mittelschule und Gymnasium entstehen. Und die Bauaufträge sollen nicht einzeln an kleine Handwerker, sondern an einen Generalauftragnehmer vergeben werden, der die Schulen später auch gegen einen Zuschuss bewirtschaftet. Handwerkskammer und FDP haben sich kritisch zu solchen Ideen geäußert - sie befürchten, dass die kleinteilige lokale Bauwirtschaft dabei ausgebootet wird.

Lehmann verweist indes darauf, dass Generalauftragnehmer sehr wohl Aufgaben an lokale Betriebe weitergeben. Zudem hofft er, dass solch ein potenter private Partner schneller baut als viele Einzelauftragnehmer und bei einem Komplexvertrag auch nicht die leidigen Geldnachforderungen fällig werden, wie sie derzeit bei städtischen Bauprojekten eher die Regel als die Ausnahme sind.

Auch konzeptionell will Dresden eigene Wege gehen: Weil sich frühere Muster-Richtlinien des Landes für den Schulbau als überholt erwiesen hätten und zum Beispiel dafür sorgten, dass Schulmensen zu klein gebaut wurden, bastelt das Rathaus nun an einer eigenen Schulbaurichtlinie, die zum Beispiel der gestiegenen Nachfrage der Kinder für Schulessen besser entspricht.

Aus dem Bauprogramm 2013:

Grundschulen: 6. (Sanierung), Naußlitz (Teilsanierung), 70. (Neubau Turnhalle), 81./90. (Sanierung), Weixorf (Erweiterung), Pieschen (Neubau)

Mittelschulen: 30./56. (Sanierung), 35. (Fachkabinette), 56. (Neubau), 107. (Teilsan.), Weißig (neue Turnhalle, Erweiterung)

Gymnasien: Brecht (Fachkabinette, Sanierung), Bürgerwiese (Erweiterung/Turnhalle), Cotta (Neubau Turnhalle, in alte kommen Fachkabinette), Curie (Sanierung), Erlwein (Sanierung, Neubau Turnhalle), Klotzsche/Dreikönigs (neue Turnhallen)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.02.2013

Heiko Weckbrodt

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