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Dresden: 93.700 Stunden Unterrichtsausfall im vergangenen Schuljahr

Dresden: 93.700 Stunden Unterrichtsausfall im vergangenen Schuljahr

Rund 93.700 Stunden fielen im vergangenen Schuljahr an Dresdens Schulen aus. Das sind 4,2 Prozent des Unterrichts. Im Schnitt hatte damit jeder Schüler 47 Stunden Ausfall im Schuljahr 2011/12. Weitere 45.000 Stunden sind zwar vertreten worden, allerdings in einem anderen Fach.

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Vor allem an Grundschulen stieg der Ausfall rapide an.

Quelle: dpa

Das geht aus der aktuellen Statistik des Kultusministeriums hervor, die im Internet veröffentlicht worden ist.

Für die Statistik hatte das Ministerium die Leiter der staatlichen Gymnasien, Mittel- und Grundschulen sowie BSZ in Sachsen um Angaben zum Unterrichtsausfall gebeten. Demnach liegt die Stadt Dresden mit 4,2 Prozent Unterrichtsausfall über dem sachsenweiten Schnitt von 3,6 Prozent. 24.560 Stunden fielen allein an Dresdens Grundschulen aus. Verglichen mit dem Vorjahr sind das 9300 Stunden mehr.

Nach Ansicht von Frank Haubitz, Chef des Philologenverbandes Sachsen und Leiter des Gymnasiums Klotzsche, wird der Unterrichtsausfall in den kommenden Jahren vor allem an den Grundschulen weiter zunehmen. „An den Mittelschulen und Gymnasien haben wir im Moment noch ein Polster, weil viele Lehrer in Teilzeit arbeiten“, sagte er gegenüber DNN. Der Mangel an Grundschullehrern hingegen sei nicht kompensierbar. „Ich sehe keine Fachkräfte am Horizont“, so Haubitz. Es sei ein Irrglaube anzunehmen, dass jeder mal eben schnell Grundschullehrer werden könne.

Im Gegensatz zu den Grundschulen ist der Ausfall an den 26 Dresdner Mittelschulen und 16 Gymnasien im Vergleich zum Schuljahr 2010/11 in etwa gleich geblieben. Bei den Mittelschulen fand sich für mehr als 16.400 Stunden kein Ersatz, bei den Gymnasien konnten 20.700 Stunden nicht gehalten werden. Die Beruflichen Schulzentren (BSZ)verzeichneten 18.800 Stunden, die wegen Krankheit u.ä. ausfielen und 4860 weitere, weil es entweder keine Lehrer oder keine Räume gab und infolgedessen die Stundentafeln gekürzt werden mussten. Der Landesschülerrat war in einer eigenen nicht-repräsentativen Umfrage an mehr als 100 Schulen auf einen deutlich höheren Unterrichtausfall von sachsenweit knapp sieben Prozent gekommen.

Kathrin Richter

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