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„Die Zahlen sind zu hoch“ – sechs Prozent des Unterrichts in Dresden fiel 2012 aus

„Die Zahlen sind zu hoch“ – sechs Prozent des Unterrichts in Dresden fiel 2012 aus

Die Freude über ausgefallene Schulstunden ist bei den Schülern meist nur von kurzer Dauer. Spätestens vor der nächsten Klassenarbeit fällt der Wegfall der Stunden auf.

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Quelle: Julia Vollmer

In Dresden sind 2012 sechs Prozent der Unterrichtsstunden ersatzlos ausgefallen. Dieses Ergebnis stellte der Landesschülerrat Sachsen (LSR) am Freitag in seiner 2. Unterrichtsausfallstatistik vor.

„Der Unterrichtsausfall in Sachsen ist zwar von 6,7 Prozent auf 5,7 Prozent zurückgegangen, aber die Zahlen sind immer noch viel zu hoch“, so Konrad Degen, der Landesvorsitzende des Landesschülerrates. 12,5 Prozent des Unterrichts hat nicht ordnungsgemäß, das heißt fachfremd oder mit Stillbeschäftigung stattgefunden. Für die Stadt Dresden hat der Landesschülerrat rund 7200 Unterrichtsstunden, egal ob gehalten oder ausgefallen, stichprobenartig an sieben Schulen ausgewertet.

Nobert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion erklärte dazu: „Der leichte Rückgang des Unterrichtsausfall ist erfreulich, aber kein Grund zum Jubeln. Künftig stehen mit 12,5 Millionen Euro für 2013 und 2014 noch einmal mehr Mittel zur Vermeidung von Ausfall zur Verfügung.“

Damit finde jede zehnte Stunde nicht regulär statt, erklärte Degen. Besonders häufig fielen Fächer wie Musik, Kunst oder Gemeinschaftskunde aus. Akuten Handlungsbedarf sieht der Landesschülerrat besonders bei den Mittelschulen und Förderschulen im Freistaat. Mit 7,7 Prozent ersatzlos ausgefallen Schulunterricht und 13,6 Prozent nicht fachgerecht vertretenden unterricht an den Mittelschulen sind die Zahlen deutlich höher als am Gymnasium. „Hier muss dringend etwas geschehen. Es wird oft kritisiert, dass viele jugendliche nach ihrem Realschulabschluss nicht ausbildungsfähig seien. Wir sehen die Ursachen dafür auch in dem hohen Anteil an Ausfall“, so Tim Börnert, Vorstandsmitglied des LSR.

Ursachen für den recht hohen Unterrichtsausfall an Mittelschulen sieht Tim Börnert unter anderem an dem fehlenden Personal an Mittelschulen. „Die Lehrer an den Realschulen müssen endlich genauso eingruppiert werden wie ihre Kollegen an Gymnasien. So schafft man für junge Lehrer einen Anreiz“, so Börnert. Auch der ländliche Raum müsse gestärkt werden. Hier werden in Zukunft immer mehr Lehrer in Pension gehen und Nachwuchs wird dringend gebraucht. Negativer Spitzenreiter beim Unterrichtsausfall ist mit 9 Prozent die Stadt Leipzig. Den geringsten Anteil an weggefallenen Stunden konnte Zwickau mit rund drei Prozent verzeichnen.

Julia Vollmer

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