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Die Dresdner Seniorenakademie feiert 20-jähriges Bestehen - die Winklers sind von Anfang an dabei

Die Dresdner Seniorenakademie feiert 20-jähriges Bestehen - die Winklers sind von Anfang an dabei

Die Dresdner Seniorenakademie Wissenschaft und Kunst feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit Festtagen vom 6. bis 17. Oktober. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Dr. Gertrud und Prof. Dr. Wolfgang Winkler.

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Gehören zu den Gründungsmitgliedern der Dresdner Seniorenakademie: Gertrud und Wolfgang Winkler. Die beiden besuchen nicht nur Vorträge und andere Veranstaltungen, sondern spielen auch in der Theatergruppe "Maske in Grau" mit.

Quelle: D. Flechtner

Die beiden, jetzt 79 und 81 Jahre alt, waren früher Hochschullehrer - sie am Institut für Lebensmittelchemie, er als Mathematiker an der TU Dresden. Die Zeit in der Seniorenakademie nennen die Winklers - nach Kindheit und Jugend, Studium und Beruf - ihr "drittes Leben".

Sie haben die Dresdner Seniorenakademie mit aus der Taufe gehoben. Erinnern Sie sich noch an die Anfänge?

Wolfgang Winkler: Natürlich. Wissen muss man, dass es vor der Wende, genau genommen seit 1978, die "Sonntagsuniversität" gab, die sich bei den Dresdnern großer Beliebtheit erfreute. Einmal monatlich fand da eine Vorlesung statt. Wissenserwerb so ganz ohne Zwang - ein solches Angebot sollte es wieder geben. Da waren sich auch Martin Roth, ehemaliger Direktor des Hygiene-Museums, und der frühere TU-Rektor Günther Landgraf einig. Von Anfang an sollten auch die künstlerischen Hochschulen und Museen der Stadt einbezogen werden. Im Oktober 1994 startete das erste Semester mit ca. 120 Veranstaltungsangeboten. 1995 haben wir dann aus rechtlichen Gründen den Förderverein gegründet. Damals waren wir zwölf, heute sind wir 90 Mitglieder.

Wieviele Veranstaltungen bietet die Seniorenakademie denn heute an?

Gertrud Winkler: Bis zu 400 Veranstaltungen pro Semester. Dabei handelt es sich längst nicht nur um Vorträge, Lesungen oder Seminare. Beliebt sind auch thematische Führungen, Konzerte und Bildungsreisen. 40 Partnereinrichtungen sind heute mit im Boot. Großen Anklang findet auch immer unser Donnerstagskolloquium.

Wieviele Interessenten verzeichnet die Akademie heute und wie alt sind die Rentner im Schnitt?

Gertrud Winkler: 600 bis 700 Interessierte pro Semester kommen zu den Veranstaltungen - im Sommer ein paar weniger als im Winter. Sie sind im Schnitt 70 Jahre alt. Die Jüngsten sind in den Fünfzigern, die Ältesten um die 90. Anmelden kann sich jeder. Da gibt es keine Altersbeschränkung. Anders als noch vor ein paar Jahren meldet sich ein wesentlicher Teil der Senioren heutzutage über das Internet an. Auch wir beide haben jeder unseren eigenen Computer.

Wie engagieren Sie sich in der Seniorenakademie?

Wolfgang Winkler: Ich habe in der Vergangenheit zum Beispiel die Vorlesungsreihe "Oper im Wandel der Zeit" betreut. Und ich erinnere mich auch noch gut an die Reihe "Bundestagsabgeordnete stellen sich vor" mit TU-Professor Werner Patzelt.

Gertrud Winkler: Innerhalb der Seniorenakademie gibt es ja auch viele Interessengruppen - unter anderem eine Schreibwerkstatt und gleich zwei Malzirkel. Mein Mann und ich sind Mitglied der Theatergruppe "Maske in Grau", die Kammersängerin Barbara Hoene leitet. In unserem aktuellen Stück geht es um das Schicksal der Luise von Toscana. Mein Mann spielt entweder einen König oder einen Hausmeister. Ich schlüpfe in die Rolle eines Straßenweibs, das durch das Stück führt. Wir treten in Alten- und Pflegeheimen auf - sehr zur Freude der Bewohner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2014

Katrin Richter

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