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Deutschlands bester Fluggerätmechaniker ist ein Dresdner

Deutschlands bester Fluggerätmechaniker ist ein Dresdner

Marco Vater ist Deutschlands und damit natürlich auch Sachsens bester junger Fluggerätmechaniker. Gestern erhielt der 21-Jährige zunächst die sachsenweite Auszeichnung.

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Marco
Vater

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Marco Vater ist Deutschlands und damit natürlich auch Sachsens bester junger Fluggerätmechaniker. Gestern erhielt der 21-Jährige gemeinsam mit 69 weiteren Jungfacharbeitern, darunter 12 Dresdnern, in den Deutschen Werkstätten Hellerau zunächst die sachsenweite Auszeichnung. Die drei IHK in Dresden, Leipzig und Chemnitz hatten in diesem Jahr 19 000 Abschlussprüfungen in etwa 180 Berufen abgenommen.

Frage: Wo haben Sie denn Ihre Ausbildung gemacht?

Marco Vater: Bei den Elbe-Flugzeugwerken in Klotzsche mit 1200 Mitarbeitern. Ich habe im Sommer ausgelernt und einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen. Eigentlich geht die Ausbildung dreieinhalb Jahre. Wer sich aber gut anstellt und auch in der Schule ganz gut ist, kann die Lehre schon ein halbes Jahr eher abschließen.

Wie sind Sie darauf gekommen, Fluggerätmechaniker zu lernen?

Über meine Tante und meinen Onkel, die bei Airbus in Hamburg arbeiten. Sie haben mich mit nach Toulouse genommen. Dort steht ja das Hauptwerk von Airbus. Das hat mich fasziniert. Ich hab' dann viele Bücher über die Luftfahrt gelesen und Flugzeugmodelle gebaut. Eigentlich wollte ich nach dem Abi ein duales Studium in Hamburg aufnehmen. Das hat nicht geklappt. Also habe ich mir gedacht, bleibst du eben zu Hause in Dresden und machst hier deine Ausbildung.

Wie schwer war es denn, die Lehrstelle bei den Flugzeugwerken zu bekommen? Was für einen Zensurenschnitt hatten Sie im Abi?

1,4. Wir hatten einen Einstellungstest - mit Englisch und Mathe, mussten unser Vorstellungsvermögen und handwerkliche Fertigkeiten unter Beweis stellen. Später fand noch ein Vorstellungsgespräch statt. Es gab Hunderte Bewerber, 20 in verschiedenen Berufen sind angenommen worden.

Wie muss ich mir die Ausbildung vorstellen?

Anfangs lernten wir in der IHK Dresden Grundfertigkeiten wie feilen und bohren. Vom zweiten Ausbildungsjahr an bin ich dann in der Firma gewesen und habe selbst Werkstücke gebaut - zum Beispiel ein Modell eines Tragflügels aus Blechstücken für einen Airbus. Im dritten Lehrjahr konnte ich dann die einzelnen Abteilungen in der Firma kennenlernen.

Wofür sind Sie ausgezeichnet worden?

Entscheidend waren die Prüfungen. Ich hatte Glück und habe 93 von 100 Punkten geschafft. Gestern erfuhr ich, dass ich damit auch der deutschlandweit beste Jungfacharbeiter in meinem Beruf bin. Die Auszeichnungsfeier wird am 14. Dezember in Berlin sein.

Haben Sie viel büffeln müssen?

Sagen wir so: Das meiste wusste ich schon, eben weil ich viele Bücher über die Luftfahrt gelesen hatte. Und Wirtschafts- und Sozialkunde waren jetzt auch nicht so schwer.

Worin besteht Ihre Arbeit?

Ich arbeite jetzt in der Abteilung Triebwerk, muss also zum Beispiel am Airbus A 380 Triebwerke an- und wieder abbauen oder auch Öl wechseln.

Möchten Sie später noch mal studieren?

Nö, im Moment nicht. Dazu macht mir die Arbeit hier viel zu viel Spaß.

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