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Der US-Amerikaner John Nelson ist neuer Direktor der "Dresden International School" an der Annenstraße

Der US-Amerikaner John Nelson ist neuer Direktor der "Dresden International School" an der Annenstraße

John Nelson heißt der neue Direktor der "Dresden International School" (DIS). Am 1. August hat der 57-jährige charismatische US-Amerikaner die Stelle von Chrissie Sorenson angetreten, die nach Oberbayern gewechselt ist.

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John Nelson hat elf Jahre die "American School in Switzerland" geleitet, bevor er nach Dresden kam.

Quelle: Carola Fritzsche

Die Schüler sollen die DIS als Weltbürger verlassen, wünscht er sich. Von ihm bekomme man immer eine Antwort, meinen seine Kollegen. Er könne auch sehr gut faulenzen, sagt er über sich selbst.

Woher kommen Sie?

Da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ich bin in Illinois aufgewachsen und mit 18 nach Minnesota in den Norden der USA gezogen. Ich habe Germanistik, deutsche Literatur und Geschichte, später noch Pädagogik studiert. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich Internationale Schulen und Internate geleitet, vor allem in Amerika und in der Schweiz. In den vergangenen elf Jahren war ich an "The American School in Switzerland" (TASIS).

Was unterscheidet diese Schule von der Dresden International School?

Der große Unterschied ist, dass die TASIS im schweizerischen Lugano über ein Internat verfügt. 750 Schüler vom Kindergartenkind bis zum Abiturienten gibt es da, 270 von ihnen wohnen auch dort. Ansonsten ähneln sich die beiden Schulen. Schüler aus 50 Ländern lernen an der TASIS. Hauptsprache ist Englisch wie hier. Aber anders als in Dresden ist die Zweitsprache nicht Deutsch, sondern Italienisch.

Wie gefällt es Ihnen hier an der DIS?

Wunderbar. Die Schule ist in sehr gutem Zustand, die Lehrer sind engagiert, die Eltern meist zufrieden. Und die Schüler haben gute Zeugnisse. Aber es gibt natürlich nichts, was man nicht noch besser machen könnte. Ich glaube, wir müssen die DIS bekannter machen und zeigen, dass sie keine Schule für die Elite ist. Natürlich kostet der Besuch der Schule Geld, aber jeder vierte Schüler bekommt finanzielle Unterstützung von uns. Ich möchte gern, dass unsere Schüler die DIS als Weltbürger verlassen.

An welcher Schule hat es Ihnen bisher am besten gefallen?

Ich war überall gern und möchte keine Erfahrung missen. Klar, es war schön, in der Schweiz zu wohnen. Ich liebe die Alpen. Zum Skifahren muss ich jetzt ein bisschen weiter fahren. Aber die Sächsische Schweiz ist auch sehr schön.

Was für ein Chef sind Sie?

Meine Kollegen haben mir immer gesagt: Wir sind froh, dass wir mit dir sprechen können. Wir wissen, dass wir eine Antwort bekommen. Das heißt nicht, dass sie immer gern gehört haben, was ich sagte. Und eines muss ich auch sagen: Ich habe nicht von vornherein einen Plan. Es gibt nicht den Nelson-Plan.

Ist Ihre Familie mit umgezogen?

Nein. Meine Frau arbeitet noch an der TASIS in Lugano. Meine beiden Söhne sind längst erwachsen. Sie sind Lehrer geworden und unterrichten gleichfalls an Internationalen Schulen - der Ältere lebt in Beirut im Libanon, der Jüngere in Manila auf den Philippinen.

Was machen Sie, wenn Sie nicht in der Schule sind?

Ich verbringe gern Zeit mit meiner Frau, wir spazieren dann durch die Stadt oder gehen wandern. Ich bin gern im Wald. Wir haben ein Haus in Minnesota - an der Grenze zu Kanada. Das ist da, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Da gibt es keine Menschen, nur Wälder, Felsen und Seen. Dort bin ich gern. Das ist eine gute Abwechslung, wenn man das ganze Jahr über Menschen um sich herum hat. Ich kann sehr gut faulenzen, wissen Sie - besser als alle anderen Menschen. Und ich lese gern.

Welches Buch würden Sie niemals weggeben?

Eine gefährliche Frage. Ich habe viele Bücher gelesen - "The Moon is a Harsh Mistress" zum Beispiel - einen Science-Fiction-Roman von Robert Heinlein. Ich lese auch gern die Bibel. Da sind so viele Ideen enthalten, wie Menschen gut miteinander umgehen können.

Woran glauben Sie?

Ich bin Christ, ich glaube an Gott. Und ich glaube, dass der Mensch sich immer verbessern kann und dass er eine Verantwortung für andere Menschen trägt. Und außerdem glaube ich, dass ich viele Fehler mache und viel Hilfe von meinen Kollegen brauche...

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2014

Katrin Richter

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