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Der Super-Azubi: Dresdner wird als bester Physiklaborant Deutschlands ausgezeichnet

Der Super-Azubi: Dresdner wird als bester Physiklaborant Deutschlands ausgezeichnet

"Ich bin ein ehrgeiziger Typ", sagt Marco Naumann. Das zeichnet sich schon jetzt in der beruflichen Vita des gerade 20-Jährigen ab. Nach einem Super-Mittelschulabschluss an der 38sten in Naußlitz ("Ich hatte nur in Sport eine 2") schrieb er gerade mal fünf Bewerbungen.

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Heute ist er in Berlin: Marco Naumann vom Leibniz-Institut an der Helmholtzstraße an seinem Arbeitsplatz.

Quelle: Carola Fritzsche

Prompt bekam er eine Lehrstelle. Auch die Ausbildung absolvierte der junge Mann mit Bravour. Heute wird er in Berlin mit anderen "Super-Azubis" aus ganz Deutschland - wie Robert Schön und Nadja Safvat aus Meißen - auf dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag für seine herausragenden Leistungen ausgezeichnet.

Schon früh war für Marco Naumann klar: Es muss ein Beruf im Bereich der Naturwissenschaften sein. "Ich wollte auch nie studieren, sondern erst einmal etwas Praktisches, Handfestes machen", erklärt der junge Mann. Er bewarb sich u.a. am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) an der Helmholtzstraße - und wurde sofort angenommen. Drei Jahre dauerte seine Ausbildung zum Physiklaboranten. Genau die richtige Berufswahl, weiß er heute.

"Der Physiklaborant ist die rechte Hand des Wissenschaftlers. Der Forscher überlegt sich ein Experiment und wir helfen bei der Durchführung", erklärt Marco Naumann. In seinem Berufsalltag präpariert er Proben, modifiziert die Versuchsanordnung und darf sich auch die Ergebnisse anschauen. Laienhaft ausgedrückt werden von ihm und seinen Kollegen organische Halbleiter mit Licht bestrahlt. Mittels dieser sogenannten Spektroskopie können dann zum Beispiel die elektrischen Eigenschaften der Probe abgelesen werden. Der Wissenschaftler bewertet dann das Ergebnis und gibt Änderungen vor. "So ganz bin ich da noch nicht drin, deshalb ist es gut, dass die Forscher die Ergebnisse auch mit uns besprechen", findet der 20-Jährige. Mittlerweile ist er im Institut als Physiklaborant fest und unbefristet angestellt. Das ist ihm viel wert, aber auch nicht unbedingt verwunderlich, schließlich erreichte er in seiner Abschlussprüfung zu Beginn des Jahres 97 Prozent.

Dass er nun ausgezeichnet wird, kam dann doch überraschend für den jungen Mann. "Der Prüfer hatte bei der Ausgabe der Ergebnisse so etwas angedeutet, aber dann passierte ein halbes Jahr nichts", erzählt er. Als dann doch der Brief der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) kam, war er stolz. "Ich freue mich, dass ich das geschafft habe."

Und wo sieht sich Marco in der Zukunft? "Weiterbildung ist mir wichtig. Ich habe bereits einen Strahlenkurs besucht und werde bald für Strahlenschutz zuständig sein", erzählt der 20-Jährige. Ob ein Studium folgen wird, ist noch ungewiss. Naumann ist Zeuge Jehovas und engagiert sich ehrenamtlich in seiner Gemeinde. "Ich möchte dieses Engagement für mein berufliches Fortkommen nicht aufgeben."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.12.2013

Franziska Schmieder

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