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"Das ist keine Art und Weise": Dresdner Politiker kritisieren Bildungsagentur nach Schließung der Umweltschule

"Das ist keine Art und Weise": Dresdner Politiker kritisieren Bildungsagentur nach Schließung der Umweltschule

Die Schließung der Natur- und Umweltschule schlägt auch am Tag danach hohe Wellen. Aufgrund der Mängel im Leistungsstand der Kinder und der Sicherheitsvorkehrungen hatte die Sächsische Bildungsagentur am Montag per Bescheid das Ende des Schulbetriebes zum 30. Juli festgesetzt.

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Die Dresdner Natur- und Umweltschule

Quelle: Dietrich Flechtner

„Der Träger hat sich bislang nicht bei uns zurückgemeldet. Wir wissen also nicht, welche weiteren Schritte die Verantwortlichen erwägen“, sagte Katrin Reis, Sprecherin der Bildungsagentur. Der Gerichtstermin am 4. Juni steht nach wie vor und soll Klarheit bringen.„Das ist einfach keine Art und Weise, so einen Bescheid kurz vor dem Gerichtstermin am 4. Juni rauszuschicken“, ärgert sich Grünen-Stadtrat Jens Hoffsommer über die SBA.

Hoffsommer erinnert an ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes in dem freie und öffentliche Schulen gleichgestellt werden. „Würde die SBA eine öffentliche Schule schließen, wenn die gleichen Mängel vorliegen wie an der Natur- und Umweltschule? Wohl kaum“, ist sich Jens Hoffsommer sicher. In Zeiten der Unterversorgung mit Schulplätzen sei es Wahnsinn, eine Schule in Dresden zu schließen.

Auch CDU-Kreisvorstand Christian Hartmann zeigte sich überrascht von der Entscheidung der Bildungsagentur. „Das Schreiben traf jetzt doch sehr unvermittelt ein, andererseits ist der Zeitpunkt auch nachvollziehbar gewählt. Eltern und Kinder müssen sich, sofern es bei der Schließung bleibt, nach einer neuen Schule umsehen“, so der Politiker, der sich seit Jahren für die NUS einsetzt. „Zu den Leistungsständen der Kinder kann ich nichts sagen, das kann ich nicht beurteilen und überlasse das den Experten der SBA. Allerdings erlebte ich in all den Jahren immer sehr engagierte Lehrer und Eltern“, sagte Hartmann, Ortsvorsteher von Langebrück und Mitglied des Sächsischen Landtages.

Die Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der Linken, Annekatrin Klepsch, sieht das Gebaren der SBA ebenfalls kritisch. „Da wurden willkürlich Tatsachen geschaffen. Die Frage ist, ob die Bildungsagentur die gleichen Maßstäben bei allen freien Schulen anlegt", sagte Klepsch.

Julia Vollmer

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