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DNN-Online-Umfrage: Was sagen Dresdner Eltern zum Lehrerstreik?

DNN-Online-Umfrage: Was sagen Dresdner Eltern zum Lehrerstreik?

Mit Transparenten, Trillerpfeifen und Rasseln haben rund 6000 Lehrer und Angestellte des öffentlichen Dienstes am Dresdner Königsufer demonstriert. An vielen Schulen war lediglich eine Notfallbetreuung für die Kinder eingerichtet.

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Tausende Lehrer aus Dresden haben am Dienstag die Arbeit niedergelegt.

Quelle: Julia Vollmer

DNN-Online hat sich auf der Straße umgehört, wie die Dresdner Bürger den Streik der Lehrer bewerten.

Die frischgebackene Mama Gitta Gemüller aus Dresden zeigte Verständnis für den Arbeitskampf: „Die derzeitige Bezahlung ist einem Beruf, für den man einen Universitätsabschluss braucht, nicht angemessen. Dass sie für mehr Geld demonstrieren, verstehe ich gut.“

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Die 45-jährige Simone aus Dresden ist vom Lehrerstreik nicht persönlich betroffen, da ihre Kinder schon groß und aus dem Schulalter raus sind. „Ich habe aber durchaus Verständnis für die Arbeitsniederlegungen, denn ein gerechter Lohn, von dem man leben kann, steht jedem zu.“

Tobias Mross, Vater eines kleinen Kindes im Kindergartenalter, muss sich derzeit noch nicht mit dem Thema beschäftigen, denkt aber schon an die Zukunft: „Jede Berufsgruppe hat das Recht zu streiken, auch die Lehrer. Für mich als Papa ist es nur wichtig, dass ich vorher über die Betreuungszeiten informiert werde und mich dann organisieren kann."

Doch nicht alle Eltern zeigten Verständnis für den Streik der Pädagogen. Torsten Lehmann, Vater eines neunjährigen Sohnes, sagte gegenüber DNN-Online: „Ich muss gestehen, mein Verständnis hält sich sehr in Grenzen. Als Vater und Arbeitgeber finde ich, dass Streik nicht immer das richtige Mittel ist und oft die Falschen trifft.“ Während des Lehrerstreik würde es vor allem die Kinder treffen, die unter dem Unterrichtsausfall leiden, so der 42-jährige Dresdner.

Der 27-jährige Bernhard Witte aus Dresden ist ein wenig zwiegespalten in seiner Meinung zum Arbeitskampf der Pädagogen. „Grundsätzliche habe ich Verständnis für einen Streik und wenn man das als Eltern rechtzeitig weiß, kann man sich auch gut organisieren. Wenig Verständnis habe ich, dass immer, wenn gerade Geld da ist, alle aus ihren Löchern gekrochen kommen.“ Er als Freiberufler habe auch keine 30 Urlaubstage, wie es die Lehrer jetzt fordern.

Hintergrund der Arbeitskämpfe sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. Zentraler Punkt der Forderung ist eine Entgelterhöhung um 6,5 Prozent und die Anhebung der Entgelte um 100 Euro für Auszubildende und Referendare. Die Übernahme aller Auszubildenden und Referendare im Länderbereich sind weitere Ziele der Tarifverhandlungen.

Julia Vollmer

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