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CDU: Schulstandorte nicht leichtfertig für Flüchtlinge aufs Spiel setzen

CDU: Schulstandorte nicht leichtfertig für Flüchtlinge aufs Spiel setzen

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Donhauser warnt davor, Schulstandorte in Dresden für die Unterbringung von Asylbewerbern zu nutzen. "Die Stadt sollte alles dafür tun, damit die Asylbewerber aus dem Standort Boxberger Straße bis zum Frühsommer in andere Unterkünfte einziehen."

Quelle: Archiv

Dresden. Sonst, so Donhauser, sei die Gründung des Gymnasiums Prohlis akut gefährdet. "Wir brauchen die Boxberger Straße außerdem als Auslagerungsstandort für Schulgebäude, die saniert werden müssen", fügte der Fraktionsvorsitzende an.

Der Stadtrat habe sich gerade erst in seltener Einmütigkeit für das Gymnasium Prohlis stark gemacht. Bereits zweimal war die Gründung der Schule in diesem Stadtteil mangels ausreichender Anmeldungen gescheitert (DNN berichteten). "Wenn wir im nächsten Jahr das Gymnasium nicht hinbekommen, läuft die auf drei Jahre befristete Genehmigung aus. Dann müssen wir wieder einen neuen Antrag stellen. Das kostet erheblichen Verwaltungsaufwand."

Die Unterbringung von Asylbewerbern sei zweifellos eine große Herausforderung für die Stadtverwaltung. Doch es könne nicht sein, dass in dieser Situation die Kapazitäten an Schulplätzen verknappt würden. "Wir brauchen doch deutlich mehr Plätze wegen des Bevölkerungswachstums und außerdem für die Kinder der Flüchtlinge." Donhauser empfiehlt Schulbürgermeister Peter Lames (SPD), die bildungspolitischen Sprecher der Stadtratsfraktionen einzuladen und über das weitere Vorgehen zu sprechen. "Wir brauchen dringend eine Strategie. Im Moment wirkt es so, als wenn es keinen Plan gibt und die Konsequenzen von Entscheidungen nicht zu Ende gedacht sind." Der mühsam aufgestellte Schulnetzplan 2012 dürfe nicht in Frage gestellt werden, so Donhauser.

Die Unterbringung von Asylbewerbern in Schulgebäuden soll auch nicht das städtische Schulbauprogramm gefährden. Es gebe für Schulen wie das Dreikönigsgymnasium oder die Grundschule Naußlitz bereits ausführungsreife Planungen. "Die Sanierung darf jetzt nicht an einem fehlenden Auslagerungsstandort scheitern", so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Lames sollte sich gleichzeitig mit den Schulleitern treffen und die Situation erörtern. "Sie haben ein Recht zu erfahren, wie es weitergehen wird." Die Hoffnung von Pädagogen, Eltern und Schülern in die Sanierung von Schulgebäuden dürfe nicht enttäuscht werden, forderte Donhauser.

Thomas Baumann-Hartwig

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Ab der kommenden Woche werden Asylsuchende auch den zweiten Gebäudeteil der Prohliser Schule an der Boxberger Straße beziehen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits in der vergangenen Woche wurden knapp 50 Flüchtlinge in dem Gebäude einquartiert.

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