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Bildungsagentur Dresden sucht händeringend nach Lehrern

Bildungsagentur Dresden sucht händeringend nach Lehrern

Um den drohenden akuten Lehrermangel in den Griff zu bekommen, bewilligte Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) 243 neue Lehrerstellen für den Regionalstellenbereich Dresden.

Von katrin Richter

Um den drohenden akuten Lehrermangel in den Griff zu bekommen, bewilligte Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) 243 neue Lehrerstellen für den Regionalstellenbereich Dresden. Knapp zwei Monate ist das mittlerweile her. Seither laufen die Einstellungsgespräche bei der Bildungsagentur auf Hochtouren. Am 1. September beginnt das neue Schuljahr. Dann sollten die Stellen besetzt sein.

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Wo mangelt es am meisten an Lehrern?

Ganz klar an den Grund- und den Förderschulen. Nach Angaben von Katrin Reis, Sprecherin der Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden, müssen allein an den Grundschulen 95 Stellen neu besetzt werden. Bis gestern hätten 79 Bewerber ein Einstellungsangebot bekommen und 54 zugesagt. Bei 20 stehe die Antwort noch aus. Vorausgesetzt, die 20 Pädagogen sagen zu, fehlen also noch 16 Grundschullehrer. Prekärer noch ist die Situation an den Förderschulen: 50 Stellen sind Reis zufolge hier neu zu besetzen. Aber nur 30 geeigneten Bewerbern habe überhaupt ein Einstellungsangebot gemacht werden können. Und: "Es gibt bis dato 16 Zusagen, bedauerlicherweise aber auch 14 Absagen", räumt die Sprecherin ein. Macht summa summarum 34 Lehrerstellen, die an den Förderschulen bisher nicht besetzt werden können.

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Warum gibt es so wenige Bewerber für die Grund- und Förderschulen?

Zwar lagen der Bildungsagentur Ende April insgesamt 500 Bewerbungen für alle Schularten vor. Doch darunter waren auch zahlreiche Kandidaten, die irgendwann einmal einen pädagogischen Abschluss gemacht und jahrelang in anderen Branchen gearbeitet hatten. Mit anderen Worten: Nicht jeder Bewerber hatte die nötige Qualifikation, um an einer Grundschule, geschweige denn an einer Förderschule unterrichten zu können. Hinzu kommt, dass sich nicht wenige Absolventen für andere Bundesländer entscheiden, u.a. weil sie dort besser bezahlt werden.

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Gab es nicht ausreichend Lehramtsanwärter?

Nein, nicht wirklich. 43 Absolventen für das Lehramt an Grundschulen haben sich nach Informationen von Sprecherin Reis beworben und auch alle ein Stellenangebot erhalten. Bei den Förderschulen waren es sogar nur sechs Absolventen.

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Bis wann nimmt die Bildungsagentur Bewerbungen entgegen?

Das neue Schuljahr beginnt zwar am 1. September. Die Sprecherin nennt jedoch keine Frist für ein Bewerbungsende. "Im vergangenen Jahr haben wir noch bis in den Oktober hinein Lehrer eingestellt", spricht sie aus Erfahrung.

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Wie sieht es an den Mittelschulen, Gymnasien und BSZ aus?

Wesentlich besser. 48 offene Stellen gibt es an den Mittelschulen. Ebenso viele Einstellungsangebote hat die Bildungsagentur gemacht und bislang 37 Zusagen bekommen. Alle 33 Lehramtsabsolventen für die Mittelschulen hätten ein Stellenangebot bekommen, so Reis. In Sack und Tüten sind die begehrten Stellen an den Gymnasien. Für alle 29 gibt es Zusagen. Ähnlich verhält es sich mit den Beruflichen Schulzentren. 21 Bewerber bekamen ein Einstellungsangebot, alle sagten zu.

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Plant die Bildungsagentur, Absolventen schulartfremd einzusetzen?

Ja. Die Not ist so groß, dass Sprecherin Reis nicht ausschließt, dass "je nach Bedarfslage" beispielsweise Lehramtsanwärter fürs Gymnasium auch an der Grundschule eingestellt würden.

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Was ist mit den sogenannten Außenbewerbern?

Diese Bewerber aus anderen Bundesländern, darunter Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Berlin, fallen nicht ins Gewicht. Sie machen Reis zufolge nur drei Prozent der Kandidaten aus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.06.2012

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