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"Bildung gibt es nicht im Schlussverkauf" - Schüler- und Elternräte protestierten vor Finanzministerium

"Bildung gibt es nicht im Schlussverkauf" - Schüler- und Elternräte protestierten vor Finanzministerium

„Bildung kauft man nicht im Sale“. Unter diesem Motto demonstrierten am Dienstagnachmittag rund 200 Teilnehmer gegen den Lehrermangel in Sachsen und für bessere Unterrichtsbedingungen.

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Quelle: Julia Vollmer

Organisiert hatte die Demo vor dem Finanzministerium die sächsischen Schüler- und Elternräte. Die engagierten Räte wollen auf fehlenden Lehrernachwuchs hinweisen und auf die Gefahr von vermehrten Unterrichtsausfall, überfüllten Schulklassen und fachfremd vertretenen Unterricht hinweisen. „Immer mehr junge Lehrer werden nur befristet eingestellt, so löst man das Nachwuchsproblem aber nicht“, so eine Teilnehmerin.

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Schüler- und Elternräte demonstrierten gegen den Lehrermangel in Dresden

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 Sobald mal ein Lehrer krank wird, fällt in vielen Schulen das Personalkartenhaus in sich zusammen, kritisierte sie weiter. „Wir wohnen in Bad Gottleuba. Unsere Tochter soll im Herbst aufs Gymnasium wechseln. Allerdings haben wir nur einen Platz in Pirna gefunden, da bedeutet anderthalb Stunden Fahrtweg jeden Tag pro Strecke“, so eine Mutter.

Unserer Tochter bleibt bei dem weiten Weg gar keine Zeit mehr für Hobbys oder privaten Kontakten, kritisierte die Mutter. „Den Schulen müssen insgesamt mehr Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Aus Sicht der Linken ist eine unbefristete Einstellung von mindestens 1.500 Lehrkräften jährlich notwendig“, so Landtagsabgeordnete Annekatrin Klepsch.

Schon seit Wochen sorgt der Bedarf an Lehrern für Diskussionen im Freistaat. Eltern kritisieren überfüllte Klassen sowie Zusammenlegungen und fordern, künftig pro Jahr 1700 statt der geplanten rund 1000 Lehrer einzustellen. Lorenz vom Landeselternrat fürchtet zudem, dass die zulässige Schülerzahl pro Klasse bald von 28 auf 32 Kinder angehoben werden könnte. Nach Einschätzung von Bildungsministerin Brunhild Kurth (CDU) müssen sich die Eltern allerdings nicht sorgen.

Sie verweist auf aktuelle Prognosen. „Für das nächste Schuljahr stellen wir mit 775 Lehrern mehr ein als mit 540 ausscheiden“, so Kurth. 2015 und 2016 sollen jeweils mindestens 1000 neue Lehrkräfte eingestellt werden. Dem stehen laut Ministerium jeweils rund 730 Abgänge durch Verrentung entgegen. „Damit ersetzen wir nicht nur jeden Lehrer, der aus dem Schuldienst ausscheidet, sondern reagieren auch auf den Anstieg der Schülerzahlen.“

jv/dpa

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