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Bibliothek mit Bücherklappe - Mit einem Rückgabeautomaten bietet die HTW Studenten und Nutzern speziellen Service

Bibliothek mit Bücherklappe - Mit einem Rückgabeautomaten bietet die HTW Studenten und Nutzern speziellen Service

24 Tage lang bis zum Weihnachtsabend öffnen Millionen Kinder Türchen ihres Adventskalenders. Dahinter stecken schöne Überraschungen. Auch die DNN öffnen bis zum 24. Dezember jeden Tag ein ganz besonderes Türchen.

24 Tage lang bis zum Weihnachtsabend öffnen Millionen Kinder Türchen ihres Adventskalenders. Dahinter stecken schöne Überraschungen. Auch die DNN öffnen bis zum 24. Dezember jeden Tag ein ganz besonderes Türchen. Wir blicken hinter Fassaden, in sonst nicht zugängliche Räume und hinter geheime Türen. Diesmal geht es um den Rückgabeautomaten der Bibliothek der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden.

Von Ingolf Pleil

Förderbänder, Panzerglas, Videoüberwachung - fast ist es wie auf einem Flughafen. Viel kleiner natürlich. Bücher sind ja zum Glück nicht so schwer wie Koffer. Für die Mitarbeiter der HTW-Bibliothek ist die Anlage aber trotzdem eine große Hilfe - und für die Studenten und andere Nutzer ebenso. Die Bibliothek bietet ihren Nutzern einen speziellen Service. Ohne das Haus betreten zu müssen, können dort nahezu rund um die Uhr ausgeliehene Bücher wieder zurückgebracht werden. Auf den Tag genau seit fünf Jahren ist der Rückgabeautomat jetzt im Einsatz. Damals war nach ihrer Kenntnis ein solches von außen zugängliches Gerät in Deutschland einmalig, erzählt Bibliotheksleiterin Petra-Sibylle Stenzel, die den DNN einen Blick hinter die Kulissen gewährte.

2005 war die Idee zur Einrichtung des Rückgabeautomaten entstanden. Petra-Sibylle Stenzel kam damit vom Bibliothekartag zurück, war Feuer und Flamme und es gelang ihr auch noch, das Wissenschaftsministerium dafür zu begeistern. An der neuen Bibliothek für die HTW wurde da schon eine Weile gebaut. Fast acht Millionen Euro investierte das Land in das moderne Gebäude, in dem heute inzwischen fast 160 000 Bände nicht nur für Studenten, sondern auch die Öffentlichkeit (nach Anmeldung, aber ohne Jahresgebühr) zugänglich sind.

Weil der Bau nun einmal lief, musste Frau Stenzel auch noch die Architekten für das Projekt gewinnen: die Handwerker frästen ein Loch in die Fassade, die Planer ertrugen es zähneknirschend. Am 12. Dezember 2006 öffneten sich auf der Andreas-Schubert-Straße 8 die Türen für die neue Bibliothek und gleich daneben die Panzerglasscheibe des Rückgabeautomaten. Von Montag bis Sonntag zwischen 5 Uhr und 2.30 Uhr können jederzeit Bücher oder elektronische Medien "eingeworfen" werden. Der Nutzer meldet sich mit seinem Ausweis an, legt sein Buch in den Schacht, alles weitere macht die Technik. In Sachsen sind laut Frau Stenzel bislang in Leipzig und in Mittweida weitere Automaten hinzugekommen, die befinden sich allerdings jeweils innerhalb der Gebäude.

Alle Medien sind mit sogenannten RFID-Aufklebern versehen. Diese Chips speichern Daten zum Buch und geben sie per Funk weiter, wenn sie von Lesegeräten angesprochen werden. Das passiert zweimal im Rückgabeautomaten, dann wandert das Buch per Förderband in den richtigen Container. Polster und gefederte Böden sorgen dafür, dass die Stücke ganz sanft in die Behälter fallen. Darin sind die Bücher dann nach Bibliotheksetagen vorsortiert und können zügig von den Mitarbeitern wieder in die Regale gesteckt werden.

Schätzungsweise 60 Prozent aller Rückgaben laufen inzwischen über den Automaten. Bei rund 62 000 Entleihungen im Jahr, die während der langen Öffnungszeiten (Mo. bis Fr. 9 bis 22 Uhr) auch per Selbstbedienung erfolgen können, kommen etwa 37 800 Bände über den Automaten zurück, rechnet Bibliotheks-Leiterin Stenzel vor. Die Mitarbeiter haben dadurch am Tresen mehr Zeit für Information und Service. Gibt es für Bücher, die im Automaten landen, bereits Vormerkungen, gehen diese Stücke gleich wieder zur Ausleihe und liegen für den nächsten Nutzer bereit.

Draußen hat sich da längst die Panzerglasscheibe geschlossen und der Student seinen Rückgabebeleg in der Hand. Er kann sich nach getaner Arbeit zur wohlverdienten Party trollen. Und auch Frau Stenzel und ihre Mitarbeiter können heute ein bisschen feiern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2011

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