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Bauverzögerung: Marie-Curie-Gymnasium in Dresden erst im Sommer 2014 bezugsfertig

Bauverzögerung: Marie-Curie-Gymnasium in Dresden erst im Sommer 2014 bezugsfertig

Das Marie-Curie-Gymnasium (MCG) in der Pirnaischen Vorstadt in Dresden wird ein halbes Jahr später bezugsfertig sein als geplant. Das teilte die Stadt am Dienstag mit.

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Projektleiter Albrecht Hermann vom Hochbauamt steht im künftigen Eingangsbereich des Marie-Curie-Gymnasiums.

Quelle: Stefan Schramm

Die Bauarbeiten an der Schule hatten 2012 begonnen. Der 1959/60 errichtete Altbau wird saniert und mit einem modernen Anbau erweitert. Daneben entstehen eine neue Dreifeldsporthalle sowie umgestaltete Außenanlagen. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 22 Millionen Euro.

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Ebenfalls unbedingt erhaltenswert: Ein Wandbild an der Fassade des Altbaus, das an den ersten Weltraumflug eines Menschen erinnert. Dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin war diese Pioniertat am 12. April 1961 gelungen.

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Ursprünglich war der Umzug der derzeit nach Gorbitz ausquartierten Gymnasiasten in ihr Stammhaus an der Zirkusstraße für Februar 2014 vorgesehen. Der Termin ist jedoch nicht mehr zu halten. „Aktuell haben wir neun Wochen Bauverzug", sagt Projektleiter Albrecht Hermann vom städtischen Hochbauamt. Erste Verzögerungen habe es bereits gegeben, als vor einem Jahr der Baugrund auf Bomben und sonstige gefährliche Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs untersucht wurde. „Die Kampfmittelsondierungen am Neubau zogen sich wesentlich länger hin als geplant", so Hermann.

Den größten Fund gab es dann im Januar am Altbau, als Bauarbeiter einen Fünf-Zentner-Sprengkörper zu Tage förderten. Damals mussten 2500 Menschen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Der Vorfall habe allerdings keine neuerlichen Untersuchungen des Untergrunds nach sich gezogen. Somit habe dies auch zu keiner weiteren Verzögerung geführt, wohl aber die schwierigen Bodenverhältnisse.

„Der Baugrund hat uns Probleme bereitet", berichtet Hermann. Der Neubau ruhe auf einer Gründung aus 31 Bohrpfählen, die rund 1,20 Meter Durchmesser haben und ungefähr zehn Meter tief sind. Im metertiefen Schutt der 1945 durch die Luftangriffe beschädigten und später abgerissenen Dresdner Häuser könne man kein Gebäude verankern. Ein Übriges zu dem Zeitverzug trug der lange Winter bei. Je niedriger die Temperatur, desto länger habe das Abbinden des Betons angedauert, von dem im MCG 3500 Kubikmeter verbaut werden.

Lediglich die Altbausanierung sei im Plan, weil sie wetterunabhängig sei. Ende Mai soll der Rohbau des Neubaus fertig sein, danach können der Innenausbau, die Fassadenmontage und die Dachabdichtung beginnen. „Erst seit einer Woche haben wir wieder einen ungestörten Bauablauf", so Hermann. Weil ein Umzug einer Schule zumindest zwei Ferienwochen benötige, sei der nächstmögliche Termin dafür nun erst im Sommer 2014. Bis dahin müssen die derzeit 762 Schüler des Gymnasiums noch im Ausweichstandort am Leutewitzer Ring ausharren.

Stefan Schramm

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