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Azubis vom Dresdner Studentenwerk nahmen an Austauschprogramm in Richtung Paris teil

Azubis vom Dresdner Studentenwerk nahmen an Austauschprogramm in Richtung Paris teil

Die Zeiten, in denen es in Mensen alle drei Tage Penne mit Jagdwurst oder Kartoffelsuppe gab, sind lange vorbei. Zumindest beim Dresdner Studentenwerk, dessen Mittagsangebot teilweise fast schon der Speisekarte eines Feinschmecker-Restaurants gleicht.

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Robert Paulitz und Rafael Sacher (v.l.) haben im Rahmen eines Austauschprogramms die französische Küche kennengelernt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Oder hätten Sie sich vor einigen Jahren vorstellen können, dass Sie in eine Mensa auf dem Uni-Campus gehen und ein mit Sojasoße mariniertes Lachsfilet vom Grill mit Mango-Linsen-Couscous serviert bekommen?

Laut Sprecherin Heike Müller will das Studentenwerk diese Gourmet-Schiene in Zukunft weiter ausbauen. Und dass nicht zuletzt die hauseigenen Koch-Azubis darauf vorbereitet werden sollen, liegt auf der Hand. Robert Paulitz, Henry Wolter und Rafael Sacher bekamen über ein Austauschprogramm die Möglichkeit, zwei Wochen lang in die feine französische Küche hineinzuschnuppern. Innerhalb dieses Praktikums, das vom dortigen Studentenwerk mit organisiert und durch die Europäische Union gefördert wurde, machten die jungen Dresdner unter anderem Station in Orsay bei Versailles und auf dem Campus von Nanterre im Großraum von Paris.

"Ich habe vor allem gelernt, dass die Franzosen viel mehr Wert auf gutes Essen legen als die Deutschen", erzählt der 18-jährige Rafael den DNN. Und bei so manchem Gericht habe er sich gefragt: Passt das überhaupt zusammen, kann man das wirklich essen? "Einmal gab es in einer Mensa zum Beispiel Ente, eingeschichtet in einer Auflaufform, und darüber Kartoffelbrei, Semmelbrösel und eine Scheibe gratinierten Camembert. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber es schmeckte deliziös", sagt Rafael.

Trotz des hochwertigen Angebots machte der 24-jährige Robert Paulitz die Erfahrung, dass die Mensen in Frankreich sehr viel weniger Portionen verkaufen, als die in Dresden. "In Orsay waren es vielleicht gerade einmal 300 Essen am Tag, bei uns kommt schon allein die Mensa Reichenbachstraße auf über 1500 Essen täglich", betont er. Die französischen Studenten steuerten lieber Caféterien an und holten sich zum Beispiel auf die Schnelle ein belegtes Baguette. Wieder andere Mensen seien mit einer VIP-Küche ausgestattet gewesen, die zwar ein hochwertiges Drei-Gänge-Menü zubereiten, dafür aber ausschließlich Professoren Zutritt gewähren.

Für seine Abschlussprüfung hat sich Rafael bei den Köchen in Frankreich übrigens gleich etwas abgeguckt: "Die hatten als Dessert ein Éclair in Form eines Schwans angeboten. Das fand ich unheimlich raffiniert." Nach Abschluss seiner dreijährigen Ausbildung will er erst einmal die Welt entdecken, am liebsten auf einem Kreuzfahrtschiff der Aida als Koch arbeiten. Doch in einigen Jahren, wenn es so langsam an die Familienplanung geht, würde er gern wieder in die Küchen des Dresdner Studentenwerks zurückkehren, um dann unter anderem französische Spezialitäten aufzutischen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2013

Christoph Stephan

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