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Aus für Gymnasium Prohlis: Kritik an übereilter Entscheidung

Aus für Gymnasium Prohlis: Kritik an übereilter Entscheidung

Das vorzeitige Aus für das neue Gymnasium Prohlis ruft Kritik bei Elternvertretern und Parteien hervor. Gestern teilten Bildungsagentur und Schulverwaltungsamt mit, dass die Eröffnung der Schule verschoben wird.

Grund: Am neuen Gymnasium, das ursprünglich zum neuen Schuljahr in einem Prohliser Plattenbau starten sollte, hatten sich nur elf Kinder angemeldet. Die erforderliche Mindestschülerzahl für diese Schule liegt nach Informationen von Katrin Reis, Sprecherin der Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden, jedoch bei 40 Anmeldungen. Sie beteuert jedoch, dass die umliegenden Gymnasien alle angemeldeten Schüler einschließlich der Prohliser aufnehmen könnten.

Unklar ist, ob das neue Gymnasium an der Boxberger Straße ein Jahr später aufmachen kann: "Das hängt dann wieder davon ab, ob mindestens 40 Anmeldungen vorliegen", so Reis. Fest steht hingegen, dass das zweite neue Gymnasium, das Gymnasium Süd-West, im Sommer starten kann. Zwar lagen auch hier nur 15 Anmeldungen für die neuen 5. Klassen vor. Trotzdem werden dort ab September vier Parallelklassen unterrichtet. Dabei handelt es sich zum Großteil um Schüler, die Gorbitz als Zweit- und Drittwunsch angegeben haben. Die meisten von ihnen dürften sich am Gymnasium Bürgerwiese, am Erlwein- und Marie-Curie-Gymnasium beworben haben und dort wegen des Ansturms keine Aufnahme finden.

Kreiselternratsvorsitzende Annett Grundmann ist mit der Entscheidung, das Gymnasium Prohlis fallen zu lassen, ganz und gar nicht einverstanden. "Wir brauchen die Schule", betont sie mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen. Eltern beschwerten sich bei ihr in den vergangenen Tagen über den Umgang der Bildungsagentur. Sie hatten am vergangenen Freitag einen Anruf bekommen, dass ihre Kinder nicht in Prohlis aufgenommen würden.

Als "völlig übereilt" bezeichnet auch Julia Günther, Ortsbeirätin der Grünen, die Entscheidung der Bildungsagentur. "Das Gymnasium fallen zu lassen, setzt eine ganze Reihe negativer Nachrichten aus Prohlis fort", so Günther. Das Jugendhaus Pixel sei derzeit geschlossen und die Jugendkunstschule Palitzschhof durch Stellenkürzungen in ihrer Arbeit stark eingeschränkt.

Auch Annekatrin Klepsch, Landtagsabgeordnete der Linken, plädiert dafür, die Neugründung nicht zu verschieben, sondern ein Schulkonzept für Prohlis zu entwickeln, wie es das Gymnasium Bürgerwiese vormacht, das 2008 mit 19 Kindern angefangen hatte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.03.2014

Katrin R.

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