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Aufatmen an Dresdens Beruflichen Schulzentren: Fachschulen bleiben ungeschoren

Aufatmen an Dresdens Beruflichen Schulzentren: Fachschulen bleiben ungeschoren

Aufatmen an Dresdens Beruflichen Schulzentren (BSZ): Die dort angesiedelten Fachschulen für Technik und Wirtschaft bleiben nun doch erhal-ten. Darauf haben sich Kultus- und Wirtschaftsministerium geeinigt.

Noch im Januar soll ein entsprechender Kabinettsbeschluss folgen, sagt Su-sann Meerheim, stellvertretende Sprecherin des Kultusministeriums, auf DNN-Nachfrage. 900 Ausbildungsplätze an vier BSZ wären in Dresden von der Streichung betroffen gewesen (DNN berichteten). Die vier Schulen bieten eine berufliche Weiterbildung als Staatlich geprüfter Techniker oder Betriebswirt an. Das Angebot nutzen vor allem junge Leute, um sich für einen Job im mittleren Management zu qualifizieren, den sie von ihrer Firma angeboten bekommen haben. Klaus Göhler, Leiter des BSZ für Elektrotechnik am Strehlener Platz, ist zwar erleichtert über den Ausgang. Immerhin ist "seine" Fachschule für Technik mit 600 Schülern die größte ihrer Art in Sachsen. "Doch die Verunsicherung unter allen Beteiligten ist immens gewesen", kritisiert er. Das hätte nicht sein müssen.

Nicht so glimpflich davongekommen sind die Berufsfachschulen, die vor allem an Schulen in freier Trägerschaft angesiedelt sind. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte die Landesregierung beschlossen, vollzeitschulische Bildungsgänge zugunsten der dualen Ausbildung zu streichen. Zum Verständnis: Bei der dualen Ausbildung hat der Schüler einen Vertrag mit seinem Ausbildungsbetrieb und absolviert die theoretische Ausbildung in einer Berufsschule. Bei der vollzeitschulischen Ausbildung sitzt er die gesamte Zeit über in der Berufsfachschule. Hintergrund ist der Kampf um die Schüler. Das Angebot an Lehrstellen übersteigt die Nachfrage mittlerweile bei weitem. 2011 sind sachsenweit 1173 Ausbildungsplätze freigeblieben.

Erstes Opfer ist die Europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie (EWS), die nach Informationen von Dagmar Mager, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Privatschulen (VDP), komplett schließen wird. Studierende hatten dagegen protestiert. Betroffen von der Streichung sind aber auch die Berufsfachschulen für Wirtschaft und für Technik an insgesamt acht Dresdner Schulen in freier Trägerschaft. Unangetastet bleiben dagegen die Berufsfachschulen für Sozialwesen, weil es kein Pendant in der dualen Ausbildung gibt und der Abschluss als Sozialassistent zudem den direkten Zugang zur Erzieherausbildung ermöglicht.

betroffene Schulen

Berufsfachschule für Wirtschaft: Akademie für berufliche Bildung gGmbH (AFBB), Euro-Schulen, Berufsbildungswerk (BBW) Dresden, Hoga, TÜV, Akademie für Informations- u. Kommunikations-Design (AIK)GmbH

Berufsfachschule für Technik: AFBB, b.i.b., ESB Mediencollege, TÜV, AIK GmbHQuelle: VDP

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2013

Richter, Katrin

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