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Auf Rekordjahr für Dresdner Bibliotheken folgen Kürzungen: Direktor kündigt Schließtage und halbierte Fahr-Bibo an

Auf Rekordjahr für Dresdner Bibliotheken folgen Kürzungen: Direktor kündigt Schließtage und halbierte Fahr-Bibo an

Der Lesehunger der Dresdner nach Papier- und vor allem elektronischen Büchern steigt und dies hat den Städtischen Bibliotheken Rekordergebnisse beschert: Insgesamt liehen die Dresdner im vergangenen Jahr 5,6 Millionen Mal Bücher, Zeitschriften, CDs und andere Medien aus, das entspricht einem Zuwachs um 1,9 Prozent.

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Quelle: Andreas Döring

Die Zahl der elektronischen Entleihungen in der Internetfiliale eBibo legte sogar um 63 Prozent auf 60.664 eBücher und andere digitale Medien zu.

Weil sie jedoch unter Sparzwängen stehen, müssen die Bibliothekare nun das Fundament für diese Rekorde unterminieren: Ab April führen viele Filialen zusätzliche Schließtage oder Mittagsschließzeiten ein, das Netz der Fahrbibliothek wird demnächst halbiert. Auch haben die Bibliotheken nicht mehr genug Geld, um ihren Bücherbestand auf dem neuesten Stand zu halten. „Wir sind bereits im vergangenen Sommer an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen“, erklärte Bibliotheken-Direktor Arend Flemming, als er am Freitag die Bilanz 2012 vorstellte.

Haushaltssperre, hoher Krankenstand, ein Neubesetzungs-Verbot für freiwerdende Stellen kamen mit steigenden Ausleih- und Besucherzahlen zusammen. Der Direktor zog zunächst die Notbremse und ließ die Fahrbibliothek nur noch im Zweiwochen-Wechsel ausrücken – was bei den Nutzern auf Verwirrung und Ärger stieß. Nun wird systematisch gekürzt, aber mit einer Prämisse: Ganze Filialen, wie seinerzeit in den 1990ern, will der Direktor auf keinen Fall schließen und weiß dabei zumindest Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) hinter sich.

Trotz der „sensationellen Steigerungen der eBibo“ sieht der wohlwollend die Zuwächse der „analogen“ Bibliotheksbesuche und einen Trend der Leihbüchereien hin zu „sozialen Treffpunkten“ in den Stadtteilen. Zudem sei das Filialnetz ein zentraler Schlüsselfaktor für deutschlandweite vielbeachteten Erfolge der Dresdner Bibliotheken.

Die Fahrbibliothek rückt künftig nur noch mit einem statt zwei Buchlastern aus und bedient lediglich 14 statt 28 Haltestellen. Eine Stadtratsvorlage mit den Details wird noch vorbereitet. Fest steht derweil schon: Ab 2. April dampfen die meisten Stadtteilbibliotheken ihre Öffnungszeiten ein. Der Ankaufetat für neue Bücher soll 2013 dafür wieder steigen.

Heiko Weckbrodt

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