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Angehende Dresdner Psychotherapeuten protestieren gegen Hungerlöhne

Angehende Dresdner Psychotherapeuten protestieren gegen Hungerlöhne

Mit einem Flashmob haben angehende Psychotherapeuten sowie Psychologiestudenten am Montag in Dresden vor der Frauenkirche gegen ihre schlechten Ausbildungsbedingungen protestiert.

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Wie festgefroren verharrten die Teilnehmer des Flashmobs für fünf Minuten vor der Frauenkirche.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, verharrten sie fünf Minuten wie festgefroren.

Eine der Teilnehmerinnen war die 23-jährige Sarah Schreiber. „Während der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten besucht man einerseits Seminare und arbeitet andererseits Vollzeit in einer Klinik. Diese Arbeit wird jedoch von den Kliniken meist nur mit etwa 400 Euro bezahlt. Und das, obwohl die Therapeuten eigenverantwortlich arbeiten und ein abgeschlossenes Studium vorweisen können“, betont die TU-Studentin, die demnächst diesen Weg gehen möchte.

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Sarah Schreiber: "Während der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten besucht man einerseits Seminare und arbeitet andererseits Vollzeit in einer Klinik. Diese Arbeit wird jedoch von den Kliniken meist nur mit etwa 400 Euro bezahlt."

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Auf diese Weise habe sie über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren ein schlechteres Lebensniveau als während des Studiums, wo sie 600 Euro Bafög bezogen hat. „Weil das Geld kaum zum Leben reicht und dennoch die etwa 18.000 Euro teure Ausbildung bezahlt werden muss, sind viele gezwungen, einen Kredit aufnehmen oder bekommen das Geld von ihren Eltern“, so Schreiber.

Neben der Vergütung der insgesamt 1800 Arbeitsstunden ist im Psychotherapeutengesetz von 1999, das seitdem nicht weiterentwickelt wurde, auch der generelle Zugang zur Ausbildung nicht geregelt. Die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) fordern daher, dass das Master-Niveau die Grundlage für die Zulassung bildet. Der Flashmob wurde zeitgleich auch in anderen deutschen Städten wie Berlin, Bielefeld, Braunschweig und Hamburg veranstaltet.

Stephan Hönigschmid

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