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An drei Dresdner Gymnasien wird zweite Fremdsprache zugelost

Lehrermangel An drei Dresdner Gymnasien wird zweite Fremdsprache zugelost

17 Dresdner Gymnasiasten können in diesem Schuljahr nicht die zweite Fremdsprache erlernen, die sie gern wollten. Das geht aus der Antwort von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Petra Zais (Grüne) hervor.

Quelle: Leipzig Report

Dresden. 17 Dresdner Gymnasiasten können in diesem Schuljahr nicht die zweite Fremdsprache erlernen, die sie gern wollten. Das geht aus der Antwort von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Petra Zais (Grüne) hervor. Demnach wurde an drei der 25 Dresdner Gymnasien im Schuljahr 2015/16 der Zugang zur zweiten Fremdsprache ausgelost, weil nicht genügend Plätze vorhanden waren. Betroffen sind das Gymnasium Dresden-Bühlau, die Dreikönigschule und das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium. Insgesamt 17 Schüler wurden auf eine alternative Sprache „umgelenkt“. Elf Schüler des Bühlauer und des Nexö-Gymnasiums lernen nun Französisch statt des gewünschten Lateins, und sechs Dreikönigschüler müssen Latein statt Französisch pauken.

Im vergangenen Schuljahr 2014/15 entschieden zwei Dresdner Gymnasien per Los, wer welche zweite Fremdsprache erlernen darf. Am Dreiköniggymnasium wurden schließlich vier Schüler von Französisch auf Latein umgelenkt, am Gymnasium Dresden-Plauen sechs Schüler von Latein auf Russisch oder Französisch.

Am Radebeuler Lößnitzgymnasium ist die Situation in diesem Schuljahr besonders krass: Hier müssen 26 Schüler, also eine ganze Klasse, Französisch lernen statt des gewünschten Russisch.

Auch an Dresdner Oberschulen gibt es Probleme mit der zweiten Fremdsprache – allerdings meist, weil sich weniger als die zur Bildung eines Sprachkurses erforderlichen zwölf Schüler für eine Fremdsprache interessieren. Das ist in diesem Schuljahr an der Sportoberschule der Fall, im vergangenen Jahr waren die 121. und die 128. Oberschule im Dresdner Süden betroffen. Die Sportoberschule gehört damit zu den 33 sächsischen Schulen, in denen keine zweite Fremdsprache angeboten wird. Insgesamt existieren im Freistaat 336 Oberschulen.

Sachsens Grüne kritisieren Losverfahren

„Die Auslosung des Zugangs zur zweiten Fremdsprache beobachte ich mit Skepsis und Sorge“, kommentierte Landtagsabgeordnete Petra Zais (Grüne) diese Zustände. Zwar möge die Zahl der betroffenen Schüler gering erscheinen, doch Jugendliche, die eine Sprache zugelost bekommen, die sie nicht erlernen wollten, seien ungleich schwerer für ihre 'Los-Sprache' zu motivieren als bei Erlernen der gewünschten Sprache, so Zais. „Für Schülerinnen und Schüler und Eltern ist es ein Affront, denn oft genug ist gerade das Sprachangebot ausschlaggebend bei der Wahl der weiterführenden Schule.“ Die Abgeordnete fordert daher, das bislang zulässige Losverfahren durch einen Rechtsanspruch bei der Sprachen-Wahl zu ersetzen. „Insgesamt brauchen wir an allen weiterführenden Schulen mehr Lehrkräfte für die Fremdsprachen. Das Kultusministerium muss sein Werben um Lehrernachwuchs ebenso intensivieren wie die Bemühungen um die kurzfristige Absicherung des Unterrichts, etwa durch verstärkte Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungseinrichtungen“, sagte Zais.

Wie aus der Anfrage hervorgeht, wurde sachsenweit im Schuljahr 2015/16 an fast jedem fünften Gymnasium der Zugang zur zweiten Fremdsprache ausgelost. Insgesamt waren 29 Schulen mit 87 Klassen betroffen, 190 Schülerinnen und Schüler wurden umgelenkt. Im vergangenen Schuljahr waren 144 junge Leute betroffen.

ttr

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