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Adolph-Kolping-Schule bietet Praxistage zur Berufsorientierung

Adolph-Kolping-Schule bietet Praxistage zur Berufsorientierung

Melanie Müller musste sich genau konzentrieren, denn schließlich sollte kein Bohrloch an ihrem selbst gebauten Holzwindlicht schief sitzen. Die 15-jährige Förderschülerin der Dinglingerschule nahm gestern mit ihren Schulkameraden an den Praxistagen der berufsbildenden Adolph-Kolping-Schule teil.

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Melanie Müller hat früher schon mit ihrem Vater getischlert und freut sich auf ihr fertiges Holzwindlicht.

Quelle: Dietrich Flechtner

Seit Montag bietet man hier allen interessierten Dresdner Förderschülern der 8. und 9. Klasse die Möglichkeit, für einen Tag die angebotenen Ausbildungsfelder der Förder- und Berufsschule kennenzulernen. "Während der Praxistage können sich die Jugendlichen in einem Berufsfeld ausprobieren. Parallel führen wir auch die begleitenden Lehrer durch unsere Räume", erklärte der Schulleiter Lothar Großmann.

Viele der interessierten Schüler, die in den Werkstätten kochten, schminkten und bastelten, möchten im September hier ein Berufsvorbereitungsjahr beginnen. In dem Jahr können die Schüler an der Kolping-Schule in derzeit elf Berufsfeldern wie Bautechnik, Verkauf oder Gartenbau grundlegende Fertigkeiten entwickeln, Praktika absolvieren und parallel den Hauptschulabschluss erwerben. Für die diesjährigen Schnuppertage vom 2. bis 20. März sind derzeit rund 250 Förderschüler aus Dresden und Umgebung angemeldet. Für den zweiten Durchlauf vom 11. bis zum 29. Mai gibt es nur noch wenige Restplätze.

Auch die Mathematiklehrerin und stellvertretende Schulleiterin Bianca Pilch begrüßte die vielen neugierigen Schüler freudig. "Wir möchten allen zeigen, dass wir ihnen etwas zutrauen!", beschrieb sie ihre Motivation für die Praxistage. Auch wenn die Schüler in ihrem eintägigen Projekt merkten, dass das gewählte Berufsfeld nicht ihren Vorstellungen entspreche, sei damit schon viel gewonnen. "Jeder Jugendliche ist besonders, und während der Schnuppertage möchten wir erreichen, dass die Schüler lernen, sich einzuschätzen. Hier können sie ihre Schüchternheit überwinden", so Bianca Pilch.

Auch Sara Algarawi nutzte ihre Chance und probierte sich im Kosmetikbereich aus. Hier erhielten sie und ihre Freundinnen u.a. Schminktipps und eine Farbberatung. "Ich kann mir vorstellen, als Kosmetikerin zu arbeiten, da habe ich Lust drauf", erzählte sie. Lothar Großmann freute sich über diese Resonanz: "Oft verabschieden sich die Schüler von uns und erklären selbstsicher, dass sie im September wiederkommen." Vielleicht drücken also auch Melanie und Sara bald an der Kolping-Schule die Schulbank und entdecken ihre Talente.

Mehr Infos unter Tel. 47 89 50

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.03.2015

Konstanze Nastarowitz

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