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88. Grundschule soll an die Elbe ziehen

88. Grundschule soll an die Elbe ziehen

Grund- und Mittelschule in Pillnitz schienen kein Ende nehmen zu wollen. Wie vielfach berichtet, ist das Gebäude an der Dresdner Straße zu klein, um alle Schüler auf lange Sicht aufnehmen zu können.

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Alle stehen unter dem Blauen Wunder. Aber auch was nicht verboten ist, ist noch lange nicht erlaubt.

Die Querelen um die 88. In der Folge machten Gerüchte um die Schließung der Mittelschule die Runde. Nun bahnt sich doch noch ein halbwegs akzeptabler Ausgang an, mit dem sowohl Grund- als auch Mittelschule leben können. Die Stadt will die alte Schule am Plantagenweg in Niederpoyritz für 7,6 Millionen Euro sanieren. Sie soll ab Sommer 2017 die Grundschüler aufnehmen. Das Vorhaben ist am Mittwoch Thema im Ortsbeirat. Am 15. April, 19 Uhr, will Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) den Eltern das Vorhaben in der Sporthalle vorstellen.

Von Katrin Richter

Der neben dem jetzigen "Elbhangtreff" gelegene unansehnliche Plattenbau vom Typ "Dresden" stammt aus dem Jahre 1977, verfügt über lediglich zwölf Unterrichts- und zwei Gruppenräume und steht jetzt seit fast zehn Jahren leer. Damit ihn die Pillnitzer Grundschüler in Besitz nehmen können, muss er ebenso wie die marode Einfeldsporthalle auf dem Gelände umfassend saniert werden. Laut Vorlage sind insgesamt 7,6 Millionen Euro für das Vorhaben veranschlagt. Planungsbeginn könnte nach den Vorstellungen der Stadt noch in diesem Jahr sein. Fertig werden soll die Schule im Sommer 2017. Bis dahin müssen sich Grund- und Mittelschüler noch mit den beengten Räumlichkeiten in Pillnitz abfinden.

Zwischenzeitlich hat die Stadt bereits Container aufstellen lassen, die in diesem Sommer noch aufgestockt werden sollen. Das Platzproblem selbst besteht schon seit 2008. Damals meldeten deutlich mehr Eltern ihre Kinder in der Grundschule an, so dass die bis dato einzügige Schule erstmals zwei Parallelklassen aufnahm.

"Für uns ist die Lösung zwar alles andere als optimal", kommentiert Anke Fröhlich, Elternsprecherin der 88. Grundschule, den Vorschlag der Stadtverwaltung. Er berge "großes Konfliktpotenzial" in sich. "Doch aus finanzieller und zeitlicher Sicht scheint uns die Variante am ehesten machbar zu sein", so Fröhlich, die sich mit Rocco Hänsel, stellvertretender Elternsprecher der Mittelschule, einig ist. Die Eltern hatten sich zuvor vergeblich für mehrere andere Schulstandorte stark gemacht - so für einen Neubau hinter der Kita an der Van-Gogh-Straße oder die Erweiterung des jetzigen Schulgebäudes an der Dresdner Straße.

Was den aktuellen Vorschlag am Plantagenweg angeht, befürchten die Elternvertreter, dass dann zwei Drittel der Kinder zur Schule gefahren werden müssen. "Außerdem genügt der an der viel befahrenen Pillnitzer Landstraße gelegene Plantagenweg nicht den Ansprüchen an einen sicheren Schulweg, weil es keinen Fußweg gibt", berichtet die Elternsprecherin. Die Rettungswege seien unzureichend. In all diesen Dingen fordern die Elternvertreter eine akzeptable Lösung.

Dass sich die Situation selbst nach der Sanierung für die Grundschüler schwierig gestalten könnte, räumt auch die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage ein: "Der Schulstandort kann nur schlecht erschlossen werden. Die Zufahrt über den Plantagenweg ist sehr eng und eine getrennte Führung von Fußweg und Straße nicht möglich", heißt es. Die Verkehrssituation an der Pillnitzer Landstraße sei in Niederpoyritz beengt, es fehle an Haltemöglichkeiten für Autos. Bedacht werden müsse auch, dass die 7,6 Millionen Euro nur für die Sanierung der alten Schule reichten und die eventuelle Umgestaltung öffentlicher Flächen zusätzlich Geld koste.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.04.2013

Katrin Richter

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