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82. Oberschule wird für zwölf Millionen Euro saniert

Dresden-Klotzsche 82. Oberschule wird für zwölf Millionen Euro saniert

Die 82. Oberschule an der KorolenkoStraße in Klotzsche wird bis Herbst 2016 für 11,7 Millionen Euro saniert und ausgebaut. Die Riesenbaustelle kann Steffen Stary, Projektleiter bei der Stesad, schon mal die Schweißperlen auf die Stirn treiben.

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Projektleiter Steffen Stary hat bei der Sanierung der "82." schon einige Überraschungen erlebt. Beispielsweise ist die alte Schule zum Teil auf Fels gegründet worden.

Quelle: Romy Leimer

Dresden. Die 82. Die 82. Oberschule an der KorolenkoStraße in Klotzsche wird bis Herbst 2016 für 11,7 Millionen Euro saniert und ausgebaut. Die Riesenbaustelle kann Steffen Stary, Projektleiter bei der Stesad, schon mal die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Denn eigentlich handelt es sich gleich um vier Häuser, auf denen die Bauarbeiter auf engstem Raum zugange sind - das denkmalgeschützte dreigeschossige Schulgebäude aus dem Jahre 1913, das restauriert wird, ein Erweiterungsbau, eine neue Sporthalle und die uralte Turnhalle, die gleichfalls der Sanierung harrt.

Problem an dieser Stelle: "Auf dem Gelände steht auch die 82. Grundschule, so dass die Kinder die gesamte Bauzeit über in der alten Turnhalle Sport treiben müssen", sagt Stary. Es gehe alles äußerst beengt zu. Zudem könnten die Baufahrzeuge nicht die kleine Korolenkostraße als Zufahrt nutzen, sondern müssten über die Gertrud-Caspari-Straße kommen, auf der aber donnerstags Markttag ist.

"Ob wir den Zeitplan schaffen, hängt vor allem vom kommenden Winter ab", erklärt Stary. Sollte lange Frost herrschen, könnten sich die Putzarbeiten am neuen Schulgebäude verzögern. Denn verputzt werden könne nur bei Temperaturen über fünf Grad Celsius. Unklar ist Stary zufolge auch, ob es bei den veranschlagten Kosten von knapp zwölf Millionen Euro bleibt: "Wir erleben tagtäglich Überraschungen, haben zum Beispiel erst sehr spät feststellen können, dass die alte Schule am Nordgiebel ohne Fundamente auf Fels gegründet ist", erklärt der Projektleiter. Man habe den Altbau dann zum Teil untergraben müssen. "Im Moment sind wir bei etwa sechs Wochen Bauverzug", räumt der 56-Jährige ein. Er geht aber davon aus, dass die Bauleute die Zeit im Sommer wieder aufholen.

Bislang sind die Rohbauarbeiten am alten Schulgebäude abgeschlossen worden, und auch die komplette Fassade ist fertig. Das Kellergeschoss hat einen neuen Fußboden bekommen. Auch der Schulneubau und die neue Sporthalle sind inzwischen rohbaufertig, so dass die Bauarbeiter jetzt damit beginnen können, die Fenster einzubauen.

Gebaut wird seit vergangenem Winter. Wenn alles fertig ist, werden im Erdgeschoss des Altbaus Physik- und Biologie-Fachkabinette und in den beiden Obergeschossen weitere Klassenräume untergebracht. Das Dachgeschoss bleibt dem musischen Bereich mit Musik und Kunst vorbehalten. Im Souterrain finden die Räume für das hauswirtschaftliche Profil Platz. Eine Treppenhalle wird Alt- und Neubau verbinden. Im Neubau sollen Werkräume, Bibliothek, Mehrzweck- und Speiseraum und Zimmer für das "Ganztägige Lernen" angeordnet werden. Damit auch Fledermäuse, Sperlinge und Mauersegler eine feste Unterkunft haben, sind 20 diverse Nistkästen angebracht worden.

Die alte Turnhalle, Baujahr 1906, ist zwar vor 15 Jahren saniert worden, aber deutlich zu klein für alle Grund- und Oberschüler. Deshalb entsteht direkt daneben eine zweigeschossige Sporthalle mit Duschen, Umkleiden und allem Pipapo. Ein offener überdachter Gang verbindet Sporthalle und Neubau. Eine 100-Meter-Laufbahn werde es mangels Platz allerdings nicht geben, sagt Stary.

Die Bedingungen, unter denen die Oberschüler bis Ende 2014 lernen mussten, ließen arg zu wünschen übrig: Sie hatten ein enormes Platzproblem - nicht erst, seit 2012 das Dachgeschoss mit zwei Klassenzimmern gesperrt wurde, weil der zweite Fluchtweg fehlte. Zum Schluss mussten Schüler und Lehrer in drei verschiedene Schulen traben. Hinzu kam, dass die Oberschüler früher gemeinsam mit den Kindern aus der benachbarten 82. Grundschule im Speiseraum im Keller Mittag essen mussten, der eigentlich nur 37 Plätze bot (DNN berichteten). Und die Toiletten stammten zum Teil noch aus der Entstehungszeit des Schulhauses von 1913. In den schülerarmen Zeiten vor einigen Jahren sollte die "82." ganz dicht machen.

Während der Bauzeit sind die Oberschüler in der 85. Grundschule an der Radeburger Straße untergebracht. Weil der Platz auch dort nicht reichte, hat man Container aufgestellt, die zwei Unterrichtsräume beherbergen.

Katrin Richter

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