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6000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrierten am Dresdner Königsufer

6000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrierten am Dresdner Königsufer

Das Maß ist voll. Unter diesem Motto versammelten sich am Dienstag Lehrer, Polizisten und andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu einer zentralen Kundgebung am Dresdner Königsufer.

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Quelle: Julia Vollmer

Rund 6000 Angestellte des Freistaates Sachsen legten ihre Arbeit nieder, um für 6,5 Prozent mehr Geld und eine gerechtere Entgeltgruppierung zu protestieren.

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Neben den Pädagogen versammelten sich unter anderem auch Vertreter der TU Dresden, der Sächsischen Staatsbibliothek und dem Semperoper am Filmnächte-Areal mit Tröten und Transparenten. Im Raum Dresden beteiligten sich am Dienstag 297 Schulen an der Arbeitsniederlegung. Am Montag streikten bereits die Leipziger Pädagogen, am Mittwoch sollen die Chemnitzer folgen. An den Schulen wurde ein Notfallbetreuung bis in die Mittagsstunden angeboten. Die 11. und 12. Klassen an Gymnasien wurden weiter unterrichtet.

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6000 Lehrer und andere Angestellte des öffentlichen Dienstes demonstrierten am Königsufer

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Willi Russ vom Deutschen Beamtenbund und Tarifunion (DBB) äußerte sich in seiner Kundgebungsrede empört, dass die Verhandlungsführer, die Finanzminister Georg Unland (CDU) und Jens Bullerjahn (SPD) die Forderungen der Gewerkschaften seit Dezember auf dem Tisch hätten, bisher aber keinerlei Reaktionen gezeigt hätten. „Das Maß ist voll und unsere Geduld am Ende. Die Verhandlungsführer sind Lichtjahre davon entfernt, uns ein Angebot vorzulegen“, so Russ. Neben einer gerechteten Bezahlung forderte die Gewerkschaften eine Erhöhung des Referendar-Gehaltes um 100 Euro und ein Angebot für eine unbefristete Übernahme an die jungen Lehrer. Außerdem setzte sich der Vertreter des DBB für eine komplette Entgeltordnung für die Lehrer ein. „Wenn Sachsens Lehrer schon nicht mehr verbeamtet werden, dann steht ihnen zumindest die Entgeltordnung zu“.

Ilse Schaad von der Bildungsgewerkschaft GEW forderte in ihrer Rede, die Gehälter unter den verschiedenen Schularten anzugleichen. „Das Gehalt für unsere Lehrer sollte nicht vom Alter oder der sozialen Herkunft der Kinder abhängen“. Demnach verdienen beispielsweise Grundschullehrer deutlich weniger als Pädagogen am Gymnasium.Eine bessere Altersteilzeitlösung wünscht sich ein Vertreter des Philogenverbandes Sachsen. „Mir geht es weniger um die 6,5 Prozent mehr Gehalt, sondern viel mehr um bessere Altersteilzeitlösungen. An vielen Schulen werden die ältere Kollegen ganz schön verschlissen und sind dann mehr krank als gesund. Wenn diese Kollegen in Rente gehen, fehlt der Nachwuchs.“

Auch für einen Förderschulllehrer aus Dresden steht die mögliche Gehaltserhöhung nicht im Vordergrund. „Ich wünsche mir vor allem, dass mehr neue Lehrer eingestellt werden. An unserer Schule fehlt es hinten und vorne an Personal. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich die Situation entwickelt, wenn in den nächsten Jahren hunderte Kollegen in Rente gehen“.

Julia Vollmer

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