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6. Grundschule in Dresden wird für neun Millionen Euro saniert

6. Grundschule in Dresden wird für neun Millionen Euro saniert

Lange genug haben Lehrer und Schüler darauf gewartet. Nun rückt die Sanierung der 6. Grundschule "Am Großen Garten" in greifbare Nähe - im Spätsommer sollen die Bauarbeiten an der Schule in der Fetscherstraße beginnen.

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Noch tollen die Grundschüler auf ihrem eigenen Schulhof. Nach 55 Jahren ist es jedoch höchste Zeit, dass die Schule auf Vordermann gebracht wird. Im Spätsommer sollen die Bauarbeiten an der Striesener Schule beginnen. Dann heißt es für zwei Jahre umziehen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Voraussichtlicher Kostenpunkt: neun Millionen Euro. Wenn alles nach Plan läuft, könnte im August 2015 Wiedereröffnung sein. Das jedenfalls sieht eine Vorlage vor, die heute im Ortsbeirat Loschwitz auf der Tagesordnung steht.

"Unsere Schule ist die allererste, die nach dem Krieg in Dresden neu gebaut wurde", berichtet Verona Löpelt, die die "6." seit 2006 leitet. Damals noch in Ziegelbauwei-se errichtet und 1958 eingeweiht, bildete sie quasi die Vorlage für die berühmt-berüchtigten Dresdner Plattenbauschulen. Besonderheit: Das Gebäudeensemble an der Fetscherstraße besteht aus einem Haupthaus, an das sich zwei später errichtete Pavillons und eine in den 1990er Jahren sanierte Sporthalle anschließen. "Der erste Pavillon wurde anlässlich des ersten Fünf-Jahr-Plans, der zweite zum zweiten Fünf-Jahr-Plan der DDR übergeben", hat sich Verona Löpelt kundig gemacht.

Seit die Mittelschule vor fünf Jahren ausgezogen ist, haben Grundschule und Hort das Kulturdenkmal nun für sich allein. 187 Kinder gehen derzeit in die 6. Grundschule. Unterrichtet werden sie von 13 Lehrern.

Nach 55 Jahren ist es höchste Zeit, dass die "6." auf Vordermann gebracht wird. "Wir dürfen die Obergeschosse der beiden Pavillons mit insgesamt fünf Zimmern und drei Räume im Keller des Hauptgebäudes aus Brandschutzgründen nicht mehr nutzen", sagt die Schulleiterin. Etwa die Hälfte der Sportfreiflächen sei derzeit gesperrt. Es habe schon einen kleinen Kabelbrand gegeben, Fliesen seien von der Wand gefallen und die Waschbecken in den Toiletten stammten noch aus der Entstehungszeit. Zu dieser Einschätzung gelangt auch die Stadtverwaltung: "Das Bestandsgebäude weist gegenwärtig erhebliche bauliche und technische Mängel auf und entspricht nicht den aktuellen Anforderungen an einen Schulbau", heißt es in der Vorlage.

Wenn die Sanierung über die Bühne ist, sollen im Hauptgebäude sämtliche Unterrichtsräume früh als Klassen- und nachmittags als Hortzimmer doppelt genutzt werden, wird es eine Bibliothek, einen Mehrzweck- und einen Speiseraum geben. Um das Haus brandschutztechnisch auf Vordermann zu bringen, wird ein neues Treppenhaus eingebaut. Die Zimmer in den beiden Pavillons schließlich sollen vor allem zwei Kooperationsklassen aus der Körperbehindertenschule vorbehalten sein, aber auch den Hortkindern zur Verfügung stehen.

Während der Bauzeit werden die Kinder in der zweizügigen 117. Grundschule an der Reichenbachstraße untergebracht. Nach dem Auszug einer Berufsschule, einer Mittelschule und zuletzt der Volkshochschule hätte diese Grundschule eigentlich zum ersten Mal die Räumlichkeiten für sich allein nutzen können. Nach der anfänglichen Überraschung würden die Kinder aus der drei Kilometer entfernten Nachbarschule aber mit offenen Armen empfangen, so Verona Löpelt. "Die Lehrer dort haben gemeint, dass sie schon mal üben können, wie es ist, vier Parallelklassen zu haben", sagt sie mit einem Schmunzeln.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.04.2013

Richter, Katrin

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