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4,2 Millionen Euro für Arbeitshefte und Kopien an Dresdens Schulen

4,2 Millionen Euro für Arbeitshefte und Kopien an Dresdens Schulen

Wie überall in Sachsen übernimmt auch in Dresden der Schulträger künftig jegliche Kosten für Schulbücher, Arbeitshefte und Kopien. Die neue Lernmittelverordnung hatte in Leipzig bereits für Wirbel gesorgt: Den Grundschülern stehe viel zu wenig Geld zur Verfügung, hieß es aus der Nachbarstadt.

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Auf die Schüler wartet viel Lese- und Lernstoff, der bezahlt werden möchte. Dafür kommt im Grundsatz die Stadt auf. Wer die Kosten für Taschenrechner übernimmt, ist hingegen noch nicht abschließend geklärt.

Quelle: Carola Fritzsche

Die DNN fragten im Schulverwaltungsamt nach, ob und wie sich Dresden gerüstet sieht.

Wieviel Geld gibt die Stadt im kommenden Schuljahr für Schulbücher, Arbeitshefte und Kopien aus?

Nach Informationen von Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, sind es 3,2 Millionen Euro für Schulbücher und Arbeitshefte sowie rund 315200 Euro für Kopien. Das hatte der Stadtrat beschlossen.

Gibt der Freistaat einen Zuschuss zu den Lernmitteln?

Ja, und zwar 2013 und 2014 sachsenweit jeweils fünf Millionen Euro. Auf die Landeshauptstadt entfallen in diesem Jahr 673743 Euro. Somit stehen also für Dresdens Schüler alles in allem 4,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Was genau fällt alles unter die Lernmittel?

Es handelt sich um Atlanten, Arbeitshefte für die Hand des Schülers, die Schulbücher begleiten, ergänzen oder ersetzen, außerdem Ganzschriften und für den Schulgebrauch aufbereitete Textsammlungen, ein- und zweisprachige Wörterbücher, Formelsammlungen sowie Tafelwerke.

Wieviel Euro stehen den Schülern in den einzelnen Schularten für Schulbücher und Arbeitshefte zur Verfügung?

An den Grundschulen gibt es 53 Euro pro Schüler. Werden wegen des Schüleransturms zusätzliche Klassen gebildet, sind es sogar 75 Euro, weil dann alles neu gekauft werden muss. Mittelschüler können mit 57 Euro rechnen, Gymnasiasten mit 66 Euro. Müssen zusätzlichen Klassen gebildet werden, sind es in beiden Schularten 250 Euro pro Schüler. Bei Förderschülern variiert die Höhe des Zuschusses zwischen 27 und 52 Euro.

Und was ist mit Taschenrechnern?

Taschenrechner und ähnliche technische Hilfsmittel fallen erst einmal nicht unter diese Regelung. Das Verwaltungsgericht Chemnitz hatte zwar im Februar entschieden, dass auch ein grafikfähiger Schultaschenrechner ein Lernmittel ist und vom Schulträger bezahlt werden muss. Das Verfahren ist allerdings wegen seiner generellen Bedeutung ans Oberverwaltungsgericht Bautzen weitergereicht worden. Auf die Frage, wieviel Geld extra das Schulverwaltungsamt dafür berappen muss, mochte Schmidtgen noch keine Antwort geben.

Wie schätzen Schulleiter und Stadtverwaltung die Situation ein: Reicht das Geld aus?

Im Moment ja. Ein Blick hinüber ins benachbarte Leipzig zeigt, dass Dresden fast doppelt so viel für seine Grundschüler ausgibt wie Leipzig. Dort seien es gerade mal 29 Euro, berichtet SPD-Stadträtin Ute Köhler-Siegel. Leipziger Grundschullehrer befürchten, dass die Qualität des Unterrichts leiden könnte.

Dresdens Schulleiter sind im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Budget. "Wir haben 18000 Euro für Arbeitshefte, Atlanten und so weiter zur Verfügung", berichtet Klaus-Dieter Pursche, Leiter des Gymnasiums Dreikönigschule in der Neustadt. Die neuen 5. Klassen benötigen Atlanten und Tafelwerke. Arbeitshefte würden vor allem für Biologie, Deutsch, Englisch, Französisch und Geografie gekauft. In Mathe, Physik und Latein könne darauf verzichtet werden. Für Matthias Gläsel, Leiter der 30. Grundschule, haben die Arbeitshefte in Deutsch und Mathe für die 1. Klassen "oberste Priorität". Auch Amtsleiter Schmidtgen hält die Gelder für "auskömmlich". Dennoch sollten mögliche Finanzierungsdefizite "geprüft und gegebenenfalls nachgebessert werden".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.05.2013

Katrin Richter

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