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31 Schulen im Ausnahmezustand - auch 47 Kitas und Horte geschlossen

31 Schulen im Ausnahmezustand - auch 47 Kitas und Horte geschlossen

An 31 Gymnasien, Mittel-, Grund- und Förderschulen fällt heute wegen des Hochwassers der Unterricht aus, teilte das Schulverwaltungsamt gestern Nachmittag mit.

Dazu gehören die Gymnasien Dreikönigschule und Bürgerwiese, das Hans-Erlwein-, das Hülße- und das Romain-Rolland-Gymnasium. Einige Schulen wie die 101. Mittelschule haben nur bis heute, andere bis einschließlich morgen bzw. übermorgen geschlossen. Wie aus der Mitteilung der Stadtverwaltung hervorgeht, ist nicht an allen Schulen eine Notbetreuung gesichert. Außerdem bleiben 47 Kindertagesstätten und Horte geschlossen.

Die Schulen in den Hochwassergebieten bereiteten sich gestern auf den Ernstfall vor. Eine Umfrage unter von der Schließung betroffenen Schulen ergab gestern Mittag folgendes Bild:

95. Grundschule, Donathstraße 10, Laubegast: "Das Grundwasser drückt schon, die Alarmanlage piept schon seit gestern unentwegt", berichtet Utta Taupadel, die stellvertretende Schulleiterin. 2002 habe das Wasser unter der Kellerdecke gestanden. "Es kam so schnell, dass nichts mehr in Sicherheit gebracht werden konnte", erinnert sich die Pädagogin. Im Moment würde der Keller, in dem sich Werk- und Speiseräume sowie Kinderküche befinden, ausgeräumt und alles ins Erdgeschoss oder höher getragen. Jeder zweite Kollege sei im Einsatz. "Bei uns kommt das Wasser von drei Seiten - von der Elbe, vom alten Elbarm und von unten", so Taupadel.

64. Mittelschule, Linzer Straße 1, gleichfalls Laubegast: "Wenn der Pegel so steigt wie prognostiziert, haben wir Verhältnisse wie 2002, dann sind wir landunter", erklärt Schulleiter Ulrich Simon. Damals habe das Erdgeschoss unter Wasser gestanden. "Die Elbe trieb durch unsere Schule", so Simon. Im Moment sei er nicht sehr zuversichtlich. "Wir haben den Keller völlig und das Erdgeschoss zum Teil leer geräumt. Viel mehr könne man nicht machen. "Wenn uns die Elbe überspült, werden wir wie 2002 zwei Wochen lang das Haus dichtmachen müssen", prophezeit Simon.

Sportmittelschule im Ostragehege, Messering 3: "Wir haben die Sachen prophylaktisch aus dem Keller und dem Erdgeschoss nach oben geräumt", erzählt Schulleiter Gernot Zeller. Erfahrungen mit dem Hochwasser an dieser Stelle hat er noch nicht, denn das Sportschulzentrum steht erst seit fünf Jahren im Ostragehege.

4. Grundschule "Am Rosengarten", Löwenstraße 2, Innere Neustadt: "Auch wir haben den Keller freigeräumt, so gut wir konnten", berichtet Leiterin Grit Hübschmann. Man müsse einfach abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Im Moment sei das Elbwasser noch ein Stück entfernt. Zur Flut vor elf Jahren habe der Keller unter Wasser gestanden. Vorerst bis Freitag würden Kinder, die nicht zu Hause bleiben könnten, von Lehrern der "4." an der 103. Grundschule betreut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2013

Katrin Richter

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