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30 Schulen stehen auf der Bauliste der Stadt, Gespräch mit Schulbürgermeister Winfried Lehmann

30 Schulen stehen auf der Bauliste der Stadt, Gespräch mit Schulbürgermeister Winfried Lehmann

Der Entwurf zur Schulnetzplanung und auch die sogenannte "Objektliste", die die Reihenfolge der Bauvorhaben an den Schulen von 2011 bis 2015 festlegt, sind fertig.

Beide Vorlagen dürften in den kommenden Wochen in den verschiedenen Gremien wie den Ortschafts- und Ortsbeiräten, in den Stadtratsfraktionen und im Kreiselternrat für lebhafte Diskussionen sorgen. 30 Schul-Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 95 Millionen Euro stehen auf der Bauliste. Im ersten Quartal kommenden Jahres muss der Stadtrat über den Schulnetzplan und die Objektliste entscheiden.

Das Schulverwaltungsamt hat in den vergangenen drei Monaten aufgelistet, wann welche Schule wieviel Geld aus den 127 Millionen Euro Steuermehreinnahmen bekommen soll. Welche Schulen finden sich denn auf dieser Bauliste wieder?

Winfried Lehmann : Unsere Objektliste umfasst drei Blöcke. Der erste Block enthält die Mittel, die wir brauchen, um die Kapazitäten an den Schulen zu erweitern. Dabei handelt es sich um Investitionen in den Jahren von 2011 bis 2015 an 24 Schulen in Höhe von 82,2 Millionen Euro. Als Beispiel will ich das Fritz-Löffler-Gymnasium nennen. Wir schlagen vor, es im Sommer 2014 wiederzueröffnen.

Den zweiten Block bilden Bauvorhaben an Schulen, bei denen wir im Doppelhaushalt 2011/'12 ursprünglich von Fördermitteln ausgegangen sind, die nun aber nicht kommen und die wir durch Eigenmittel ersetzen müssen. Das betrifft sechs Schulen. Der Finanzbedarf beträgt hier insgesamt 12,9 Millionen Euro. Der dritte Finanzblock schließlich umfasst Brandschutzmaßnahmen an Schulen.

Und welche Schulen kommen noch in den Genuss der Millionen?

Schauen wir uns die 70. Grundschule auf der Südhöhe an. Hier geht es um eine neue Schulsporthalle, die 2013 für 2,5 Millionen Euro gebaut werden soll. Auch das Hans-Erlwein-Gymnasium, die 6. und die 90. Grundschule gehören dazu. Bei den Mittelschulen sind es unter anderen die 56. Mittelschule mit immerhin 10,9 Millionen Euro, die 62. Mittelschule, die erweitert werden und eine neue Sporthalle bekommen soll und die Mittelschule Weißig mit Sanierung und neuer Sporthalle. Nicht zu vergessen das Gymnasium Cotta mit gleichfalls einer neuen Dreifeld-Sporthalle.

Stichwort Kapazitätserweiterung an den Gymnasien. Bleibt es dabei, dass das frühere Johann-Andreas-Schubert-Gymnasium in Gorbitz nicht wieder als Gymnasium eingerichtet werden soll?

Ja, das ist unser Vorschlag, den wir zur Diskussion stellen. Wir geben dem Fritz-Löffler-Gymnasium an der Bernhardstraße als stadtnaher Schule den Vorzug. Ich bezweifle, dass es funktionieren wird, eine erhebliche Anzahl von Gymnasiasten aus den anderen Stadtteilen nach Gorbitz hinzulenken.

Halten Sie an dem Vorhaben fest, das Berufsschulzentrum für Wirtschaft "Prof. Zeigner" von der Melanchthonstraße nach Gorbitz zu verlegen?

Das ist ein Vorschlag, der dann zum Tragen kommt, wenn wir weitere gymnasiale beziehungsweise Mittelschulkapazitäten in der Neustadt benötigen. Darüber wird in der Diskussion noch zu befinden sein. Doch wir brauchen die Gorbitzer Schule zunächst für Bauauslagerungen. Ein Umzug der Professor-Zeigner-Schule käme also frühestens in drei oder vier Jahren in Frage.

Was wird aus dem Wustmann-Gymnasium in Prohlis?

2017/18 soll es als Gymnasium mit vier Parallelklassen starten. Später wollen wir dann ein neues Gymnasium im Dresdner Osten, also in Tolkewitz, in Striesen oder Blasewitz, für diese Schüler bauen.

Wird auf der rechtselbischen Seite ein weiteres Gymnasium benötigt?

Wir müssen auch Pieschen und die Neustadt im Blick behalten. Das Pestalozzi-Gymnasium können wir nicht erweitern, auch das Romain-Rolland-Gymnasium nicht. Das muss aber kein komplett neues Gymnasium, sondern können mobile Raumeinheiten sein, beispielsweise im Umfeld der Melanchthonstraße.

Wie sieht es bei den Mittelschulen aus?

Der erste Schritt ist, die frühere 107. Mittelschule zum kommenden Schuljahr wieder zu aktivieren. Als nächstes wollen wir die Sieben-Schwaben-Schule an der Hofmannstraße in Blasewitzentflechten, also die Mittelschule herauslösen, damit sich die Grundschule mit vier Parallelklassen entfalten kann. Hier prüfen wir mehrere Flächen rund um den alten Straßenbahnhof Tolkewitz. 2014 brauchen wir den neuen Standort. Eine dritte neue Mittelschule könnte am Standort der ehemaligen 97. Mittelschule eingerichtet werden. Mindestens eine neue Mittelschule brauchen wir im Dresdner Nordwesten - entweder an der Melanchthonstraße, auf Flächen in der Neustadt oder im Stadtteil Pieschen. Das wird gerade geprüft.

Thema Grundschulen: Fest steht, dass in der ehemaligen 38. Mittelschule an der Saalhausener Straße im kommenden Sommer eine neue Grundschule eröffnet. Was ist aus dem Plan geworden, im denkmalgeschützten Sachsenbad eine dreizügige neue Grundschule zu etablieren?

Das ist teuer, würde 12 bis 13 Millionen Euro kosten. Davon könnte man zwei neue Grundschulen auf grüner Wiese bauen. Wir prüfen das und schauen gleichzeitig aber auch, ob wir Grundstücke im Bereich Pieschen haben oder kaufen können, um eine neue Grundschule wirtschaftlicher zu errichten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2011

Gespräch: Katrin Richter

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