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22 Millionen Euro fürs Marie-Curie-Gymnasium: Eines der markantesten Schulgebäude der DDR-Zeit in Dresden wird bis 2014 saniert

22 Millionen Euro fürs Marie-Curie-Gymnasium: Eines der markantesten Schulgebäude der DDR-Zeit in Dresden wird bis 2014 saniert

Keine drei Wochen ist es her, dass das Marie-Curie-Gymnasium an der Zirkusstraße in die Schlagzeilen geriet, als Bauarbeiter direkt neben dem alten Schulhaus einen Meter unter der Erde eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu Tage förderten - mit dem Zünder nach oben.

"Es kann durchaus passieren, dass wir hier weitere Sprengkörper finden", sagt Steffen Müller, Bauleiter vom Dresdner Architekturbüro "Code Unique".

Dass es am Marie-Curie-Gymnasium derzeit fünf bis sechs Wochen Bauverzug gibt, liegt aber nicht am Bombenfund, sondern ist dem Winterwetter geschuldet. "Der Sichtbeton am Neubau beispielsweise kann bei Minusgraden nicht verarbeitet werden", erklärt Albrecht Herrmann, Projektleiter vom Hochbauamt. Bis Februar 2014 jedenfalls soll das Ende der 1950er Jahre errichtete Marie-Curie-Gymnasium saniert werden, einen dreistöckigen Neubau und eine Dreifeld-Sporthalle bekommen. Kostenpunkt: knapp 22 Millionen Euro, davon 10,6 Millionen Euro Fördermittel.

Ein kleiner Rundgang über die Baustelle ergibt folgendes Bild: Der zweiteilige Altbau wird seit Dezember entkernt. "Wir reißen im Moment alte Heizungsleitungen, Fußböden und Wände ab", berichtet Herrmann. Zwei Wochen noch, dann beginne der Rohbau. Beim Altbau hat auch der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden. Immerhin gehört das Haus zu den markantesten Schulgebäuden der DDR-Zeit in Dresden. Die alten Heizkörperverkleidungen etwa würden wieder aufgearbeitet und auch das aus sozialistischen Zeiten stammende Wandbild. In den Altbau kommen später ausschließlich Klassenräume.

Über einen Verbinder aus Stahl, Glas und Beton sollen die Gymnasiasten künftig trockenen Fußes den Neubau erreichen können. Zwei Geschosse stehen dort schon, das dritte fehlt noch. "Im April wollen wir mit dem Rohbau fertig sein", umreißt Bauleiter Müller den Zeitplan. Im Neubau werden sämtliche Fachkabinette, Unterrichtsräume, Küche, Speisesaal und Bibliothek Platz finden. Die helle Fassade des Neubaus soll sich dem Erscheinungsbild des Altbaus anpassen. Die alte Aula ist bereits 2008 saniert worden. "Die fassen wir nicht an", so Herrmann.

Für die neue Dreifeld-Sporthalle sind bereits die Fundamente gegossen worden, seit gestern werden die Wände hochgezogen. Sie wird über das ins Erdreich eingelassene Untergeschoss mit dem Neubau verbunden. Die alte, viel zu kleine Einfeld-Halle ist vor etwa einem Dreivierteljahr weggerissen worden. Außerdem entstehen ein Kleinspielfeld, 100-Meter-Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage.

Eine echte Herausforderung war der begehbare Mischwasserkanal mit knapp zwei Metern Durchmesser, der quer über das Schulgrundstück Richtung Elbe verlief. "Bevor die Bauarbeiter überhaupt loslegen konnten, mussten wir ihn umverlegen, weil er nicht unter Gebäuden entlangführen darf", berichtet Projektleiter Herrmann.

960 Schüler besuchen derzeit das Marie-Curie-Gymnasium. Bis zum Wiedereinzug sind sie im ehemaligen Gymnasium Gorbitz untergebracht. Vom Tisch ist das Vorhaben der Stadtverwaltung, das Gymnasium auf sechs Züge aufzustocken und die Außenstelle am Terrassenufer beizubehalten. Der im Sommer 2012 beschlossene Schulnetzplan schreibt nur vier Parallelklassen vor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2013

Richter, Katrin

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