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Wieder Gleisreparaturen auf der „Königsbrücker“ in Dresden

Straßenbahnumleitung Wieder Gleisreparaturen auf der „Königsbrücker“ in Dresden

Zum zweiten Mal in diesem Frühjahr müssen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) den Straßenbahnbetrieb auf der „Königsbrücker“ wegen Bauarbeiten einstellen. Mittlerweile gehen die Reparaturkosten in die Millionen.

Bahnen und Autos nehmen sich zur Zeit auf der „Königsbrücker“ gegenseitig den Platz weg.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  Die Königsbrücker Straße in der Neustadt entwickelt sich zum Fass ohne Boden. Die Zahl der Reparaturen und Flickaufträge, die die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in Auftrag geben mussten, um die maroden Gleise zu erhalten, hat zuletzt deutlich zugenommen. In den fünf Jahren von 2004 bis 2009 rückten die Bauarbeiter drei Mal, um Kreuzungen und Gleise zu erneuern. Acht Baueinsätze stehen dagegen in den sechs Jahren von 2011 bis 2016 im DVB-Bautagebuch. Nur einmal ging es dabei nicht um den umstrittenen Abschnitt zwischen der Stauffenbergallee und dem Albertplatz. Das war vor zwei Jahren als die Haltestelle Stauffenbergallee umgebaut wurde.

Mehr als 1,5 Millionen Euro haben die Verkehrsbetriebe seit 2004 in den zentralen „Königsbrücker“-Abschnitt in der Neustadt gesteckt. „Aber wir hätten ohnehin reparieren müssen“, entgegnet Vorstand Andreas Hemmersbach der Behauptung, dass die jahrelangen Diskussionen um die Sanierung der „Königsbrücker“ die Verkehrsbetriebe mittlerweile bares Geld kosten. Immerhin: Die nächsten Arbeiten stehen bereits heute an. „Man kann nicht parallel alles Mögliche machen“, erklärt der Vorstand, warum die Dresdner zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen reichlich zwei Tage lang mit Schienenersatzverkehr nach Hellerau und Klotzsche leben müssen. Gebaut wird dieses Mal an einem rund 25 Meter langen Gleisstück direkt vor dem MDR-Funkhaus, außerdem an einem Abschnitt nahe der Fabricestraße. Die „7“ und die „8“ werden deshalb ab heute Nachmittag vom Albertplatz zum Bahnhof Neustadt umgeleitet und in Richtung Hellerau und Klotzsche durch Busse ersetzt. Zusätzlich fährt zwischen den Haltestellen „Moritzburger Weg“ und „Hellerau“ die Straßenbahnlinie 48.

„Dass wir jetzt reparieren müssen, ärgert mich weniger“, sagt Hemmersbach, er lenkt den Blick in die Zukunft der „Königsbrücker“ und hofft, dass bis Weihnachten ein tragfähiger Umbau-Beschluss vorliegt. Dann könnte vielleicht in drei Jahren die Sanierung der Straße beginnen, schätzt der DVB-Vorstand. Seine Präferenzen sind dabei klar: Die Straßenbahnen müssen schneller werden als sie aktuell sind und beide Haltestellen der „7“ und der „8“ am Bischofsweg kommen auf die „Schauburg“-Seite. Mit einer Baulösung, bei der sich Autos und Straßenbahnen ihre Fahrbahnen zugunsten breiter Radwege teilen, ist der passionierte Rennradfahrer nicht einverstanden.

Wie die Diskussion um die Sanierung nun weitergeht, mag Hemmersbach nicht abschätzen. „Die Mehrheiten sind noch nicht klar“, meint er und verweist dabei unter anderem auf eine Infoveranstaltung zum aktuellen Stand der Überlegungen, die die Grünen mitorganisieren und die in der Schauburg stattfinden soll. Der Termin dafür steht noch nicht fest, die Veranstaltung soll aber im April stattfinden, sagte Michael Braun, Referent der Stadtratsfraktion der Bündnisgrünen.

 

Von Christoph Springer

Dresden, Königsbrücker Straße 51.069633 13.746502
Dresden, Königsbrücker Straße
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