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Streit um Zelleschen Weg in Dresden – Bäume in der Mitte müssen weg

Stadtrat entscheidet am 21. Januar Streit um Zelleschen Weg in Dresden – Bäume in der Mitte müssen weg

Die Straßenbahnen in der Mitte, daneben Bäume, dann eine breite Autospur auf jeder Seite: So soll künftig der Zellesche Weg aussehen. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen. Die Baupläne waren umstritten, zeigt das Abstimmungsergebnis.

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So könnte der Zellesche Weg künftig etwa in Höhe der Uni-Bibliothek SLUB aussehen. Die Straßenbahn im Vordergrund fährt in Richtung Strehlen, die nächste Haltestelle ist die an der Bibliothek.

Quelle: Visualisierungen: virtual architects

Dresden. Die Straßenbahnen in der Mitte, daneben Bäume, dann eine breite Autospur auf jeder Seite: So soll künftig der Zellesche Weg aussehen. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen. Die Baupläne waren umstritten, zeigt das Abstimmungsergebnis. Dennoch haben sich die Befürworter dieses Plans mit 8:6 Stimmen durchgesetzt, Enthaltungen gab es nicht.

Die Bahnen in Mittellage - das war auch die von den Dresdner Verkehrbetrieben favorisierte Variante. Damit haben die Planer aus Trachenberge dem Fuss e.V. einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Verein, der sich für die Belange von Fußgängern stark macht, schlug kurz nach dem Jahreswechsel vor, die Autos in der Straßenmitte fahren zu lassen und erst daneben in Richtung Straßenrand auf beiden Seiten des Zelleschen Weges die Straßenbahngleise zu verlegen. Eine Variante, die in Dresden noch nie gebaut wurde und die auch dieses Mal keine Chance hat. Die DVB winken ab und argumentieren dabei unter anderem damit, dass diese Variante nicht förderfähig ist.

Die jetzt favorisierte ist es dagegen, sind die Planer überzeugt. Das bedeutet, alle Verkehrsteilnehmer können mit Verbesserungen rechnen, nicht nur die Fahrgäste in den Straßenbahnen, die künftig zwischen dem Fritz-Foerster-Platz und der Caspar-David-Friedrich-Straße fahren. Im Klartext: Die Planer haben errechnet, dass auch auf einer überbreiten Autospur pro Richtung genug Platz für den Kfz-Verkehr ist, der künftig auf dem Zelleschen Weg erwartet wird. An den Kreuzungen soll es aber mehrere Autospuren geben. Derzeit fahren dort bis zu 13 900 Autos pro Tag in Richtung Fritz-Foerster-Platz und 12 400 in die Gegenrichtung.

Welche Fahrspur-Variante für den Kfz-Verkehr umgesetzt wird, ist für die Verkehrsbetriebe unwesentlich. "Wir brauchen eine Entscheidung. Dass die Straßenbahn schnell kommt, ist uns wichtig", beschreibt DVB-Sprecher Falk Lösch die Prämissen des Unternehmens. Allerdings müssten die jetzt in der Straßenmitte stehenden Bäume auf jeden Fall weichen, gießt er Wasser in den Wein. Die Wurzeln würden die Bauarbeiten nicht überstehen, die Kronen seien außerdem zu ausladend. Ohnehin sieht die nun favorisierte Umbauvariante keine Bäume in der Mitte vor. Stattdessen soll die Gleistrasse der Straßenbahn beiderseits zur Autofahrbahn hin mit Bäumen abgegrenzt werden.

Auch der Fuss e.V. wird nicht komplett ignoriert. Die Interessenvertretung für die Fußgänger plädiert in ihrem Schreiben vom Jahresanfang für breitere Fuß- und Radwege und mehr Platz für Passanten an den Haltestellen und Kreuzungen, vor allem am Fritz-Foerster-Platz. Allerdings haben die vom Fuß e.V. etwa auf der Südseite der Straße nahe der SLUB vorgeschlagenen 4,5 Meter breiten Fußwege aus Sicht der Planer keine Chance. 2,50 Meter Breite sind das Maximum. Auf der gegenüberliegenden Seite soll der Fußweg zwei Meter breit werden. Nur für den Fritz-Foerster-Platz ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Es ist zu prüfen, wie die Verkehrssicherheit am Fritz-Förster-Platz für Fußgänger und Radfahrer erhöht werden kann", heißt es in dem Antrag, den der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen hat.

Das letzte Wort hat der Stadtrat. Er soll am 21. Januar über den Antrag V0648/15 entscheiden.

Christoph Springer

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