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Stadt legt Pläne für die Stauffenbergallee West vor - Start nicht vor 2018

Weniger soll mehr sein Stadt legt Pläne für die Stauffenbergallee West vor - Start nicht vor 2018

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich festgelegt: Er schlägt dem Stadtrat einen zweispurigen Ausbau der Stauffenbergallee West zwischen Königsbrücker und Radeburger Straße vor. Das würde 9,13 Millionen Euro kosten.

Die Stauffenbergallee West harrt dringend einer Sanierung. Doch bevor die Bagger rollen können, muss die Stadt ein Planfeststellungsverfahren einleiten. Sie will vom Stadtrat grünes Licht für einen zweispurigen Ausbau der Verbindung zur Autobahn.

Quelle: FV

Dresden. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich festgelegt: Er schlägt dem Stadtrat einen zweispurigen Ausbau der Stauffenbergallee West zwischen Königsbrücker und Radeburger Straße vor. Das würde 9,13 Millionen Euro kosten, während der vierspurige Ausbau mit 11,91 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Die Kosten sind aber nur ein Argument pro zweispuriger Ausbau: Bei einer durchgehend vierspurigen Variante müssten 3685 Quadratmeter Fläche neu versiegelt werden. Bei einer Zweispurigkeit könnten sogar 110 Quadratmeter entsiegelt werden, heißt es in einer Vorlage von Schmidt-Lamontain, die den Stadträten jetzt vorliegt.

Ob die 2,2 Kilometer lange Stauffenbergallee West die schlechteste Fahrbahn aller Hauptverkehrsstraßen in Dresden hat, lässt sich schwer beantworten. Eine Kandidatin für den Titel wäre sie allemal. Die Fahrbahn ist teilweise erheblich deformiert, sehr verschlissen und seit langem erneuerungsbedürftig, heißt es in der Vorlage. Eine Erneuerung der gesamten Verkehrsanlage, die weder über Radwege und teilweise nicht mal über Fußwege verfügt, sei dringend geboten.

Der von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im September 2015 ins Gespräch gebrachte reine Deckentausch ohne grundhaften Ausbau werde die Zustände nur kurzfristig verbessern, so Schmidt-Lamontain. Die Tragfähigkeit des Untergrunds sei nicht nachgewiesen, eine Förderfähigkeit eines Schmalspurausbaus schwer vorstellbar.

Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Verkehrsbelastung von 26 800 Fahrzeugen pro Tag auf der westlichen Stauffenbergallee bis 2025. Der Anteil des Schwerlastverkehrs werde bei etwa sechs Prozent liegen. Ziel sei es, mit dem Ausbau eine anforderungsgerechte Verbindung von der Waldschlößchenbrücke zur Autobahn zu schaffen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer mit Fuß- und Radwegen zu erhöhen. Der Lärmpegel könnte mit bis zu sechs Dezibeln erheblich gesenkt werden, mit einer intelligenten Verkehrssteuerung ließen sich auch Schadstoffemissionen senken. Auch die Parkplatzsituation entlang der Stauffenbergallee könnte verbessert werden.

Ampeln will Schmidt-Lamontain an der Einmündung Rudolf-Leonhard-Straße und am Knoten Hammerweg installieren lassen. Für den Hammerweg käme auch ein kleinerer Kreisverkehr in Betracht, der gestalterisch zu einem "Stadteingang" entwickelt werden könnte.

Für das Bauvorhaben muss ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, das ein Jahr oder länger dauern könnte. Sollte die Stadt noch 2016 die Planungen für die Stauffenbergallee West vorlegen, könnte also frühestens 2018 mit dem Bau begonnen werden. 5,48 Millionen Euro Fördermittel erhofft sich die Verwaltung bei einem zweispurigen Ausbau. Für vier Spuren könnten 7,14 Millionen Euro öffentlicher Mittel fließen, wenn der Freistaat Sachsen seine Förderpraxis beibehält.

Thomas baumann-Hartwig

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