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Gegenwind für „Königsbrücker“-Pläne

Bürgerversammlung Gegenwind für „Königsbrücker“-Pläne

Die Vorzugsvariante der Stadt ist noch lange nicht durch und auch nach rund 16 Jahren intensiver Diskussion über die Umgestaltung der Königsbrücker Straße in der Äußeren Neustadt ist offen, wie die vielbefahrene Verkehrsader in Zukunft aussehen soll.

Quelle: Stadt Dresden

Dresden.  Die Vorzugsvariante der Stadt ist noch lange nicht durch und auch nach rund 16 Jahren intensiver Diskussion über die Umgestaltung der Königsbrücker Straße in der Äußeren Neustadt ist offen, wie die vielbefahrene Verkehrsader in Zukunft aussehen soll. Das wurde am Donnerstagabend deutlich, als Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnisgrüne), Reinhard Koettnitz, Chef der Straßen- und Tiefbauamtes, und Andreas Hemmersbach, Vorstand bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) die aktuellen Pläne der Stadt vorgestellt haben. Sie saßen im Podium und erklärten den rund 200 versammelten Dresdnern die Vor- und Nachteile der drei Varianten, die derzeit im Rathaus diskutiert werden (DNN berichteten). Dabei ließen sie keinen Zweifel daran, dass es aus ihrer Sicht nur noch weniger Planungsschritte bedarf, um zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. „Wir mussten alle Belange abwägen und den vorhandenen Verkehrsraum gestalten“, sagte Koettnitz, das Ergebnis sei ein Kompromiss. Herausgekommen ist eine Planungsvariante, bei der die Vorteile der Version 7, bei der der Verkehr besonders gut fließt, und der Version 8.4, bei der der Städtebau besonders im Fokus war, zusammengetragen wurden, gaben die Verantwortlichen zu verstehen.

Einmal mehr steht die Königsbrücker Straße zur Diskussion. Nach der zuletzt beschlossenen Variante 7 favorisiert die Mehrheit des Stadtrates aber eine andere Form. Wir zeigen die Varianten 7, 8.4 und 8.7 im Detail.

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Die Zuhörer applaudierten. Allerdings nur für die Mühe, die sich die Planer gemacht haben. Die Wortmeldungen machten deutlich, dass das Publikum eher die „8.4“ favorisiert, bei der sich Autos und Straßenbahnen in beide Fahrtrichtungen eine Spur teilen müssen. „Von dem, was wir einbringen wollten, ist nicht viel übrig geblieben“, monierte Jürgen Thauer, Chef eines Schmierstoffunternehmens zwischen Albertplatz und Stetzscher Straße. Thauer sieht vor allem das dort in der Vorzugsvariante vorgesehene eigene Gleisbett für die Straßenbahnen kritisch und fürchtet unter anderem, dass seine Laster dann nicht mehr problemlos aufs Grundstück kommen. Konrad Krause, Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sprach an, dass die geplante Lage der Straßenbahnschienen auf der Ostseite des Bischofswegs für Radfahrer gefährlich werden könnte. Dort sind nur wenige Zentimeter Platz vorgesehen zwischen den Gleisen und der Bordsteinkante.

Besonders weit ging Ditmar Hunger von der Arbeitsgruppe (AG) Stadtqualität, der den Planern vorwarf, von den falschen Prämissen ausgegangen zu sein. Nach Ansicht der Gruppe, die er vertritt, müsste die Stadtgestaltung im Mittelpunkt stehen, nicht der Verkehrsfluss. Wie auch die Bürgerinitiative „Königsbrücker muss leben“ findet Hunger, dass dieser Vorstellung die Variante 8.4 besonders nahe kommt. Der Feststellung der Verantwortlichen, es gebe Regeln, an die sie sich halten müsste, entgegnete schließlich Konrad Krause: „Richtlinien sind ja nicht das Grundgesetz.“ Dafür bekam er viel Beifall.

Die Pläne der Stadt sollen am 6. Juni im Ortsbeirat Neustadt diskutiert und noch vor der Sommerpause dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Von Christoph Springer

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Königsbrücker Straße
Hier vor der Schauburg soll sich laut den Planungen künftig die Haltestelle für die Bahnen befinden, die Richtung Stadtzentrum fahren.

Seit 1957 wird diskutiert, seit dem Jahr 2000 intensiv geplant. Jetzt legt die Stadtverwaltung ihre Vorzugsvariante für den Umbau der Königsbrücker vor.

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