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Fernbusse am Bahnhof Neustadt: Flixbus springt Konkurrent bei

Streit um Station Fernbusse am Bahnhof Neustadt: Flixbus springt Konkurrent bei

Im Streit um den Fernbus-Halt am Bahnhof Neustadt unterstützt das Unternehmen Flixbus seinem Konkurrenten Berlin Linienbus. Dessen Station auf dem Schlesischen Platz war von der Stadtverwaltung gestrichen worden. Da die Stadt langfristig auch die Flixbus-Station auf der Hansastraße kündigen will, kämpfen nun beide Konkurrenten gemeinsam.

Im Streit um den Fernbus-Halt am Bahnhof Neustadt unterstützt das Unternehmen Flixbus seinem Konkurrenten Berlin Linienbus
 

Quelle: PR

Dresden. Im Streit um den Fernbus-Halt am Bahnhof Neustadt unterstützt das Unternehmen Flixbus seinem Konkurrenten Berlin Linienbus. Dessen Station auf dem Schlesischen Platz war von der Stadtverwaltung gestrichen worden. Da die Stadt langfristig auch die Flixbus-Station auf der Hansastraße kündigen will, kämpfen nun beide Konkurrenten gemeinsam um ihren Stop am Bahnhof Neustadt.

„Die Fernbusse müssen in Dresden-Neustadt bleiben! Der dortige Fernbahnhof gehört seit jeher zum Fernverkehrskonzept der Stadt. Auch unsere internen Analysen bestätigen dies: Fahrgäste aus Dresden ziehen den dortigen Halt oftmals dem am Hauptbahnhof vor“, so Geschäftsführer André Schwämmlein. Während Touristen eher die Station Hauptbahnhof nutzen würden, fahren Dresdner laut Flixbus eher in der Neustadt ab.

Das will jedoch die Stadt nicht. Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll der Fernbusverkehr langfristig am Hauptbahnhof konzentriert werden. Ein eigener Fernbusbahnhof scheitert bisher allerdings an der fehlenden Finanzierung. Die Busse fahren stattdessen an der Bayrischen Straße ab, was in Hochzeiten für ein Verkehrschaos sorgt.

Die Station an der Hansastraße sei laut Stadtverwaltung problematisch hinsichtlich Verkehrssicherheit und der Kapazität. So blockieren Fahrgäste tatsächlich regelmäßig Rad- und Fußwege. Bei dem Halt auf dem Schlesischen Platz habe es Beschwerden über Abgase und Lärm gegeben, hatte die Stadt den Wegfall der Konzession begründet.

Dagegen will Berlin Linienbus, eine Tochter der Deutschen Bahn, nun klagen. „Wir werden durch den Entzug der Konzession einseitig benachteiligt, denn unsere Mitbewerber dürfen weiterhin von der Hansastraße aus fahren. Deshalb gehen wir jetzt mit juristischen Mitteln gegen die Stadt vor“, sagte Geschäftsführer Karsten Schulze.

Konkurrent Flixbus beurteilt die Chancen dafür als gut. „Haltestellen können nur unter bestimmten und sehr eingeschränkten Voraussetzungen verwehrt werden. So soll der Ausschluss oder Benachteiligung von Verbrauchern vom Linienverkehr verhindert werden. Wettbewerbsklagen hätten daher durchaus Aussicht auf Erfolg.“ Man selber plane erst einmal keine rechtlichen Schritte, auch wenn Flixbus aufgrund der „Verweigerungshaltung der Stadt Dresden“ selbst keine Chance habe, zusätzliche Linien ab Dresden-Neustadt fahren zu lassen. Stattdessen wolle das Unternehmen jetzt die Gespräche mit Politikern intensivieren.

Von S. Lohse

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