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Fahrrad-Liebhaber zeigen historische Modelle im Stallhof Dresden

Ausstellung Fahrrad-Liebhaber zeigen historische Modelle im Stallhof Dresden

Wer gern mal auf einem Hochrad oder einem Holzfahrrad aus dem 19. Jahrhundert fahren möchte, hat dazu am Sonntag im Dresdner Stallhof Gelegenheit. Von 9 bis 18 Uhr präsentiert der Verein Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden historische Zwei- und Dreiräder.

Quelle: Tanja Tröger

Dresden. Wer schon immer mal auf einem Holzfahrrad aus dem 19. Jahrhundert fahren oder sich auf ein Hochrad wagen wollte, hat dazu am Sonntag im Dresdner Stallhof Gelegenheit. Von 9 bis 18 Uhr präsentiert der Verein Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden historische Zwei- und Dreiräder. Die traditionelle Ausstellung findet seit 1991 jedes Jahr im Stallhof statt, meist am letzten Septemberwochenende. Diesmal stehen Fahrräder aus Chemnitzer bzw. Karl-Marx-Städter Produktion im Fokus, also von Traditionsmarken wie Wanderer, Diamant und Presto. Dort wurden – wie in ganz Sachsen – bereits seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert Zweiräder hergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte sächsische Produktion dorthin verlagert. Im Rahmen des Chemnitz-Schwerpunktes können Besucher beispielsweise das Olympiasieger-Tandem von 1936 aus dem Hause Diamant bestaunen. Aber es gibt auch Dutzende andere Modelle zu sehen, etwa von den Dresdner Firmen Schladitz oder Seidel&Naumann.

Der Verein Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden zeigt im Stallhof historische Zwei- und Dreiräder aus den vergangenen 150 Jahren. Foto: Tanja Tröger

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Mächtig was her macht das Cavallo-Rad, mit dem Vereinsmitglied Burkhard Francke seine Runden im Stallhof dreht. Er tritt nicht in die Pedale, sondern krümmt und streckt abwechselnd seinen Körper. Dadurch ändert das Fahrrad seine Rahmengeometrie und die beiden Rahmenrohre bewegen als Kurbelarme das Antriebszahnrad. Weil das ein bisschen aussieht, als reite er, heißt das Fahrrad „Cavallo“, italienisch für Pferd. „Das Reitrad hat ein deutscher Orthopäde entwickelt“, erklärt Franckes Frau Angela. „Es ist rückenschonend und spricht alle Muskelgruppen an.“ Durchgesetzt hat sich seine Erfindung allerdings nicht. „In den Bergen ist die Kraftübertragung einfach zu schlecht“, sagt der 44-jährige Burkhard, der sich passend zur Bauzeit seines Rades in 70er-Jahre-Hemd und Cord-Jackett geworfen hat.

Die Franckes sind ganz in Familie zum Stallhoftreffen gekommen – auch Bruder und Eltern sind vom „Fahrrad-Veteranen-Virus“ befallen. Allerdings sind mit „Veteranen“ die Räder gemeint, betonen die rund 30 Vereinsmitglieder immer wieder lachend. „Im Vergleich zur britischen Szene, die einen hohen Weißhaar-Anteil hat, haben wir keine Nachwuchssorgen“, erzählt Angela Francke. „Unser Sohn ist heute das erste Mal ohne Hilfe mit dem Kinder-Hochrad gefahren“, berichtet Papa Burkhard stolz. Und Francke selbst hat etliche Besucher zum Reitrad-Fahren animiert und ihnen die Technik erklärt.

Stallhof-Ausstellung des Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden e.V.

So 9–18 Uhr, Eintritt frei, Spende erbeten

Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden e.V.

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