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EuroCity Prag-Berlin wird schneller – Lokwechsel in Dresden entfällt

Expresslokomotiven in Planung EuroCity Prag-Berlin wird schneller – Lokwechsel in Dresden entfällt

Die Fahrzeit der EuroCitys zwischen Prag, Dresden und Berlin wird sich in absehbarer Zeit verkürzen. Nicht nur der Streckenausbau beschleunigt die Züge. Schon ab dem Fahrplan 2017 soll endlich der zeitaufwendige Lokwechsel in Dresden entfallen. Geplant war das schon länger.

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Die Fahrzeit der EuroCitys zwischen Prag, Dresden und Berlin wird sich in absehbarer Zeit verkürzen. (Symbolbild)
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Die Fahrzeit der EuroCitys zwischen Prag, Dresden und Berlin wird sich in absehbarer Zeit verkürzen. Nicht nur der Streckenausbau beschleunigt die Züge. Schon ab dem Fahrplan 2017 soll endlich der zeitaufwendige Lokwechsel in Dresden entfallen. Geplant war das schon länger, allerdings erhielten die 200 Stundenkilometer schnellen, neuen Skoda-Loks der Baureihe 380 der Tschechischen Bahnen (České dráhy/ČD) keine entsprechende Zulassung auf deutschen Gleisen. Seit Mai dürften sie zwar nach Deutschland, allerdings nur 160 Km/h schnell fahren, erklärte der tschechische Bahnsprecher Petr Šťáhlavský. Die ČD setzt deshalb derzeit noch die betagten Loks der Reihe 371 zwischen Prag und Dresden ein, die auch als „Knödelpressen“ bei den Bahnfans bekannt sind und ebenfalls 160 Spitze fahren. Was das Problem der neuen Skoda-Baureihe ist, wollten weder deutsche, noch tschechische Bahnsprecher sagen. Auch das zuständige Eisenbahnbundesamt verwies an den Hersteller der Loks. Pikant an der Sache: Die Deutsche Bahn will baugleiche Loks künftig selbst zwischen Nürnberg und München im schnellen Regionalverkehr einsetzen - auch planmäßig mit 200 Stundenkilometern.

Von den neuen Skoda-Loks auf deutschen Gleisen haben sich die ČD hingegen verabschiedet. Das Bahnunternehmen kündigte eine europaweite Ausschreibung für die Anmietung von zehn elektrischen Mehrsystemlokomotiven über zehn Jahre an. Diese sollen auch die Züge Prag - Dresden - Berlin - Hamburg durchgehend befördern. Damit will die ČD eine vertragliche Vereinbarung mit der DB AG zum Betrieb der grenzüberschreitenden Verbindung ab 2017 erfüllen. Zugleich müssten die angemieteten Loks auch für Züge nach Österreich, in die Slowakei und nach Ungarn flexibel einsetzbar sein, hieß es aus Prag. Die ursprünglich geplante neue Skoda-Reihe 380 soll hingegen nur noch für Ersatz- und Zusatzleistung nach Deutschland kommen. Schon bis Sommer sollen nur noch modernisierte Waggons auf die Strecke gehen (DNN berichteten).

Da das tschechische und das deutsche Bahnnetz über unterschiedliche Stromsysteme verfügen, können nur mehrsystemfähige E-Loks oder Dieselloks grenzüberschreitend eingesetzt werden. Schon Deutsche Reichsbahn und Tschechoslowakische Eisenbahn (ČSD) hatten Ende der 1980er Jahre die Anschaffung neuer E-Loks vereinbart, die seit Anfang der 1990er Jahr auch recht störungsfrei im Planeinsatz sind. Weil sie aber keine 200 km/h pro Stunde erreichen, werden die EuroCitys in Dresden derzeit noch umgespannt. Dafür hat die Bahn etwa 15 Minuten Pufferzeit im Fahrplan vorgesehen, immerhin müssen die Loks am Dresdner Hauptbahnhof rangiert und die Bremssysteme der Züge nach dem Lokwechsel geprüft werden.

Von Lars Müller

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