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Dresdner fahren zur Straßenbahn-EM in Berlin

Fahrer-Wettstreit Dresdner fahren zur Straßenbahn-EM in Berlin

Vier Mal hat die in Dresden erfundene Straßenbahner-Europameisterschaft mittlerweile stattgefunden. Am Wochenende gehen in Berlin auch Dresdner mit an den Start.

Alle Viere: Dieser Versuch beim Tram-Bowling war ein voller Erfolg.
 

Quelle: PR/BVG

Dresden.  Von Dresden lernen heißt, siegen lernen. Das trifft für die Europameisterschaft der Straßenbahnfahrer zu, die in der Landeshauptstadt erfunden wurde und seitdem jedes Jahr in einer anderen Stadt ausgetragen wird. Am Wochenende ist Berlin an der Reihe. Nach der Premiere 2012 in Dresden hat der Wettkampf mittlerweile in Budapest, Barcelona und Wien stattgefunden. Noch nie hat ein Dresdner Team gewonnen, auch ein Heimsieg war noch nie drin. Den wollen am Wochenende die Straßenbahner der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) holen. 26 andere Teams wollen das verhindern. Die Mannschaft aus Dresden, Dagmar Scholz, Dirk Lamm und Andre Böhmig, gehen die Europameisterschaft etwas vorsichtiger an. „Ein Platz im Mittelfeld wäre schön“, meint Dirk Lamm. Dagmar Scholz ist optimistischer und will mit ihren Kollegen aufs Treppchen. Viel Vorbereitung gabs dafür aber nicht. Die tägliche Arbeit ist den Dresdnern genug Präparation für die EM. Andre Böhmig fungiert bei dem Wettkampf auf dem Gelände des BVG-Betriebshofs Lichtenberg als Coach, Dagmar Scholz und Dirk Lamm werden die Wettkampfdisziplinen fahren.

Welche das sind, erfahren die Teams erst einen Tag vor dem Wettkampf. An diesem Tag dürfen sie auch die Wettkampfstraßenbahnen kennenlernen und das erste Mal fahren. Ganz sicher ist bereits: Außer Konkurrenz findet das sogenannte Straßenbahn-Bowling statt, bei dem die Fahrer mit einer Bahn einen großen weichen Ball anschieben müssen, der dann gegen große Pylonen rollt. Entscheidend ist dabei die Zahl der Pylonen, die umfallen. „Davor habe ich Respekt, denn eigentlich würde man aus Selbstschutz ja vor dem Hindernis bremsen“, sagt Dagmar Scholz, die seit 35 Jahren in Dresden Straßenbahn fährt. Andere Übungen, mit denen die Dresdner rechnen, sind das Zielbremsen, bei dem man vor einer Markierung stoppen muss, ohne sie genau zu sehen, und die Kurvenfahrt an einem Hindernis vorbei. Bei dieser Übung müssen die Straßenbahner abschätzen, wie dicht das Hindernis an den Gleisen stehen darf, ohne dass sie es mit der Bahn streifen. Ganz besonders heikel und deshalb beliebt war eine Übung zur EM-Premiere in Dresden, bei der ein volles Glas Wasser in der Straßenbahn stand. Die Fahrer hatten die Aufgabe, eine festgelegte Strecke in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen – möglichst so, dass nur wenig oder gar kein Wasser aus dem Glas schwappt.

Am Freitag startet die Dresdner Mannschaft nach Berlin. Am Sonnabend folgen Freunde und Verwandte mit einem Fanbus, um die EM-Teilnehmer anzufeuern. „Ich habe nicht lange überlegt. Wenn man eine solche Gelegenheit bekommt, dann muss man sie auch nutzen“, umschreibt Dirk Lamm, dass er die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) sehr gern bei der fünften EM-Auflage vertritt. Auch Dagmar Scholz musste nicht lange grübeln: „Eigentlich war das sofort für mich klar“, sagt die 51-Jährige, die in Königsbrück wohnt.

Einen ganz kleinen Vorteil haben die Dresdner beim „Unternehmen EM-Treppchen“ in diesem Jahr übrigens von Anfang an: Sie müssen sich nicht an fremde Farben gewöhnen. Denn wie die DVB haben auch die BVG gelbe Straßenbahnen.

Von Christoph Springer

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