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Dresdner Busfahrer trainieren auf dem Sachsenring

DVB-Schulung Dresdner Busfahrer trainieren auf dem Sachsenring

Alle fünf Jahre schicken die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihre 560 Busfahrer auf die Teststrecke. Auf dem Sachsenring üben die Fahrer den Umgang mit Extremsituationen, denn ein 20-Tonnen-Bus reagiert anders als ein Kleinwagen. 200.000 Euro investieren die DVB in die praktische Schulung.

Auf dem Sachsenring trainieren die Busfahrer der DVB das Verhalten in Extremsituationen.
 

Quelle: Justine Büschel

Oberlungwitz.  Alle fünf Jahre schicken die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihre 560 Busfahrer auf die Teststrecke. Auf dem Sachsenring üben die Fahrer den Umgang mit Extremsituationen, denn ein 20-Tonnen-Bus reagiert anders als ein Kleinwagen. 200.000 Euro investieren die DVB in die praktische Schulung.

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Alle 560 Busfahrer der DVB und der DVS absolvieren in diesem Jahr ein Fahrsicherheitstraining auf dem Sachsenring. Die praktische Weiterbildung soll die Fahrer in die Lage versetzen, schwierige Verkehrssituationen realistisch einschätzen, jederzeit souverän handeln sowie Gefahren und Konflikte im Straßenverkehr rechtzeitig erkennen und vermeiden zu können.

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Als er das Signal des Instruktors hört, tritt Kay Klinkicht unmittelbar auf die Bremse. Der DVB-Busfahrer macht bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h eine Vollbremsung. Er selbst spürt davon wenig, doch die Fahrgäste hinter ihm werden ordentlich durchgeschüttelt. In einer anderen Szene soll Klinkicht den Gelenkbus bergab auf nasser Strecke zum Stehen bringen. Trotz sofortigem Bremsen wird der Bus zunächst nicht langsamer. Erst viele Meter weiter kann er das Fahrzeug anhalten. Dieses Mal ist es nur eine Übung, doch für den Fahrer ein wichtiger Test für den Ernstfall.

Bei der praktischen Weiterbildung werden Grenzsituationen simuliert, in denen die Fahrer lernen sollen, ihre Fahrzeuge auch im Extremfall kontrollieren zu können. Bereits seit 20 Jahren betreut Thomas Schellenberg, Instruktor am Sachsenring, das Fahrsicherheitstraining für die DVB-Busfahrer. „Ein Fahrsicherheitstraining ist ein Training für den Kopf“, sagt Schellenberg. „Es geht darum, dass bewusste und vorausschauende Fahren zu erlernen.“

Ob beim Bremsen auf glatten oder nassen Fahrbahnen, beim Ausweichen vor Hindernissen oder beim Bewältigen enger Kurven – Die Gelenkbusse der DVB werden, genau wie ihre Fahrer, auf Herz und Nieren getestet. So bringt Kay Klinkicht den Mercedes-Bus in einem engen Kreisel fast zum Abheben. Bereits bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h ist es für die Fahrgäste beinahe unmöglich gerade im Bus stehen zu bleiben, demonstriert Instruktor Schellenberg.

Damit alle 560 Fahrer das Training absolvieren können, finden zwischen März und August etwa 70 Veranstaltungen statt. In Gruppen von zehn bis zwölf Mann können die Teilnehmer auch ihren Kollegen über die Schulter schauen oder sich in die Rolle des Fahrgastes versetzen. DVB-Vorstand Lars Seiffert empfindet das Fahrsicherheitstraining nicht nur als notwendige Maßnahme. „Normalerweise treffen sich die Fahrer kurz in der Mittagspause in der Kantine. Beim Fahrsicherheitstraining haben sie die Möglichkeit gemeinsam Bus zu fahren. Das kollektive Erfahren fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl ungemein.“ Außerdem sei das Training auf dem Sachsenring ein absolutes Highlight.

Von Justine Büschel

Am Sachsenring, 09353 Oberlungwitz 50.788596 12.690735
Am Sachsenring, 09353 Oberlungwitz
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