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Dresden soll erstmals ein gesamtstädtisches Radverkehrskonzept bekommen

Sicherer und attraktiver Dresden soll erstmals ein gesamtstädtisches Radverkehrskonzept bekommen

Das erste gesamtstädtische Radverkehrskonzept für Dresden soll mit einer Vielzahl von Maßnahmen den Radverkehr nicht nur attraktiver, sondern vor allem sicherer machen.„Zum ersten Mal herrscht jetzt Klarheit darüber, wo nachgebessert werden muss und was das kostet“, sagt Johann Schmidt vom Stadtplanungsamt.

In der Stadt gibt es einen sehr hohen Anteil an Radfahrern, aber auch der Anteil an Unfällen mit Radlerbeteiligung ist im Vergleich zu anderen Großstädten überdurchschnittlich hoch.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Nach dreijähriger Bearbeitungszeit haben Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und Johann Schmidt, Sachgebietsleiter Individualverkehr im Stadtplanungsamt, am gestrigen Freitag das Radverkehrskonzept für die Landeshauptstadt vorgestellt. Mithilfe einer Vielzahl von Maßnahmen soll es den Radverkehr nicht nur attraktiver, sondern vor allem sicherer machen.

Warum braucht Dresden ein Radverkehrskonzept?

In der Stadt gibt es einen sehr hohen Anteil an Radfahrern, aber auch der Anteil an Unfällen mit Radlerbeteiligung ist im Vergleich zu anderen Großstädten überdurchschnittlich hoch. „Es herrschen offensichtlich nicht allzu sichere Zustände für Radfahrer. Das sind maßgebliche Indizien, dass wir dringend etwas tun müssen“, fasst es Schmidt-Lamontain zusammen. Zudem gibt es bisher kein gesamtstädtisches Konzept. „Zum ersten Mal herrscht jetzt Klarheit darüber, wo nachgebessert werden muss und was das kostet“, sagt Schmidt.

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Was sieht das Konzept vor?

Das Radverkehrsnetz in Dresden soll einmal rund 829 Kilometer Streckenlänge umfassen. Davon sollen 330 Kilometer eine entsprechende Wegweisung erhalten, gegenwärtig sind 122 Kilometer damit versehen. Ist die einfache Wegweisung abgeschlossen, soll das Netz ein Nummernsystem zur besseren Orientierung erhalten. „Dieses System gibt es beispielsweise bereits in Nordrhein-Westfalen oder in den Niederlanden. Man fährt von Nummer zu Nummer, was bei Kindern zudem mehr Ansporn erzeugt“, erklärt Schmidt.

Welche Maßnahmen sind konkret geplant?

Insgesamt hat die Arbeitsgruppe, die seit drei Jahren an dem Konzept gearbeitet hat, 450 Maßnahmen identifiziert, um eine durchgängige Befahrbarkeit zu gewährleisten. Diese reichen von einfachen Markierungen bis zu einem grundhaften Ausbau von Straßen und Radwegen. Höchste Priorität hätten hierbei Brückenquerungen und -anbindungen sowie Verkehrsknotenpunkte. Zudem sieht das Konzept Lösungen zum Fahrradparken und zum Park & Ride vor, in erster Linie in Form von Fahrradstationen an Bahnhöfen. „Insbesondere an der Station am Bahnhof Neustadt arbeiten wir mit Hochdruck, auch wenn sich die Standortsuche schwierig gestaltet“, so der Baubürgermeister.

Welche Mittel fließen in die Verbesserung des Radverkehrsnetzes?

Insgesamt sind 44,6 Millionen Euro vorgesehen. Da die detaillierte Erarbeitung des Konzeptes aber nicht nur Netz und Infrastruktur, sondern zum Beispiel auch Verkehrsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet, sei ein recht hoher Anteil an Fördermitteln zu erwarten. Rund 30 Millionen Euro sollen aus Fördertöpfen fließen.

Wann sollen die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden?

Das hängt von der Entscheidung der Stadträte ab. Zunächst wird das Konzept jetzt in den Ortsbei- und Ortschaftsräten sowie in den Ausschüssen vorgestellt. Im März kommenden Jahres soll dann der Stadtrat ein Urteil fällen. Erst nach einem positiven Beschluss können die konkreten Planungen beginnen. „Die Umsetzung ist davon abhängig, welche finanziellen Mittel wir wann bewilligt bekommen“, so Schmidt-Lamontain. Man orientiere sich aber zeitlich an dem im Jahr 2011 beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan 2025+.

Von Christin Grödel

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