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DVB: Stadt muss Verkehr besser steuern

Zu autolastige Tipps DVB: Stadt muss Verkehr besser steuern

Verstopfte Straßen, Stau, volle Parkhäuser und keinen Platz fürs liebe Blech auf vier Rädern mit „ein bisschen mehr Charme“ könnte Dresden diese Probleme bekämpfen, die vor allem bei Großveranstaltungen an der Tagesordnung sind. Das meint Andreas Hemmersbach, Vorstand bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB).

Verstopfte Straßen, Stau, volle Parkhäuser und keinen Platz fürs liebe Blech auf vier Rädern mit „ein bisschen mehr Charme“ könnte Dresden diese Probleme bekämpfen.

Quelle: Archiv/DNN

Dresden. Verstopfte Straßen, Stau, volle Parkhäuser und keinen Platz fürs liebe Blech auf vier Rädern mit „ein bisschen mehr Charme“ könnte Dresden diese Probleme bekämpfen, die vor allem bei Großveranstaltungen an der Tagesordnung sind. Das meint Andreas Hemmersbach, Vorstand bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB).

Wenn etwa der Striezelmarkt täglich tausende Menschen auf den Altmarkt lockt, findet Hemmersbach es wenig charmant, Autofahrern mittels der Anzeigetafeln, die etwa an der Bautzner Landstraße in Bühlau und an der Radeburger Straße in Höhe der Hellerberge stehen, an solchen Tagen freie Fahrt in die Innenstadt anzuzeigen. Dann könnten diese Tafeln auch den Weg zum nächsten P+R-Parkplatz weisen. Dort könnte aber auch mal stehen „Fahr doch mehr Fahrrad“, meint der DVB-Vorstand.

Die Kritik von Hemmersbach richtet sich an das Ressort von Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Denn dazu gehört auch das Straßen- und Tiefbauamt mit der Leitstelle an der Lohrmannstraße. Dort werden die Hinweistafeln gesteuert und die Texte ausgewählt, die dann zu lesen sind. Wenn der DVB-Vorstand mit freundlichen Worten für „mehr Charme“ wirbt, ist das nichts anderes als deutliche Kritik an den autolastigen Verkehrshinweisen, die aus seiner Sicht allzu oft dazu auffordern, mit dem Auto bis mitten in die Stadt zu fahren. Auch das Brückenschild an der Radeburger Straße kurz nach der Meinholdstraße findet er überflüssig. Zwar wird dort mit farbigen Strichen gezeigt, wenn eine der Elbquerungen dicht ist. Es gibt aber keine weiteren Schilder, die dann zu den freien Brücken leiten, moniert Hemmersbach.

Seine öffentliche Kritik äußerte der DVB-Vorstand im Rahmen der Jahrestagung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), die zur Zeit im Kongresszentrum stattfindet. Die Vertreter von rund 600 deutschen Verkehrsunternehmen diskutieren dabei unter anderem über die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs und die Perspektiven für Flüchtlinge als Arbeitnehmer bei Bus- und Bahnunternehmen. Sie haben sich verpflichtet, bis Jahresende Beschäftigungsmöglichkeiten für 1000 Flüchtlinge zu schaffen.

Von Christoph Springer

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