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DNN-Barometer: Dresden ist eine Autofahrer-Stadt

Befragung DNN-Barometer: Dresden ist eine Autofahrer-Stadt

Die Autofahrer sind in Dresden in der Überzahl. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 506 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat. Danach benutzen 36 Prozent der Befragten täglich das Auto.

Die Autofahrer sind in Dresden in der Überzahl. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers

Quelle: Eylert

Dresden.  Die Autofahrer sind in Dresden in der Überzahl. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 506 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat. Danach benutzen 36 Prozent der Befragten täglich das Auto. Mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bewegen sich 24 Prozent täglich, mit dem Fahrrad fahren 17 Prozent und mit dem Motorrad zwei Prozent.

Der Prozentsatz der Autofahrer ist über die Jahre relativ konstant geblieben. Im Mai 2012 lag er bei 37 Prozent, im Februar 2014 bei 35 Prozent. Auch bei den ÖPNV-Nutzern gab es wenig Bewegung, 23 Prozent waren es im Mai 2012 und 20 Prozent im Februar 2014. Der Anteil der Fahrradfahrer hat über 15 Prozent (Mai 2012) und zwölf Prozent (Februar 2014) etwas zugenommen.

Immerhin: Ein Fünftel der Befragten gab an, nie mit dem Auto zu fahren. Aber aufs Fahrrad wollen 34 Prozent der Befragten in keinem Fall steigen, in einen Bus oder eine Straßenbahn setzen elf Prozent keinen Fuß. Eine Stadt der Motorradfahrer wird Dresden auch nicht, 91 Prozent gaben an, nie hochmotorisiert auf zwei Rädern unterwegs zu sein.

Dresden ist in vielen Fragen eine gespaltene Stadt, auch bei der Beurteilung der Radwege gibt es zwei fast gleichgroße Lager. 45 Prozent der Befragten stimmten der Aussage voll und ganz beziehungsweise eher zu, dass Dresden über ein gut ausgebautes Radwegenetz verfügt, 53 Prozent dagegen stimmten gar nicht beziehungsweise eher nicht zu. Dass die meisten Radwege in der Stadt aufgrund des Belages unzumutbar sind, denken 41 Prozent der Befragten, während 54 Prozent diese Aussage nicht für zutreffend halten.

Einigkeit besteht beim Elberadweg: 77 Prozent halten den Verkehrsweg an der Elbe für zu schmal für Fußgänger und Radfahrer. Nur 21 Prozent stimmten dieser Aussage nicht zu. 58 Prozent monierten, dass Radwege häufig durch Schilder, Baustellen oder parkende Fahrzeuge nicht befahrbar seien, 35 Prozent stimmten nicht zu.

Sympathieträger sind Radfahrer in Dresden wohl eher nicht: 72 Prozent der Befragten glauben, dass sich die meisten Radler nicht an die Verkehrsregeln halten. Nur 28 Prozent gehen davon aus, dass sich die Zweiradfahrer regelkonform benehmen. Satte 82 Prozent fordern, dass die Polizei bei Verkehrsverstößen von Fahrradfahrern härter durchgreifen sollte, 49 Prozent fühlen sich auf Gehwegen und in Fußgängerzonen häufig durch Fahrradfahrer belästigt.

70 Prozent meinen aber auch, dass die Polizei bei Verkehrsverstößen von Autofahrern gegenüber Radfahrern eine härtere Gangart an den Tag legen sollte. 65 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Autofahrer Fahrradfahrer nicht als gleichberechtigte Partner betrachten würden. Insgesamt glauben mehr als die Hälfte der Befragten, dass Dresden für Radfahrer eine gefährliche Stadt ist. 54 Prozent stimmten dieser Aussage zu. 46 Prozent halten das dagegen für übertrieben. Auch in dieser Frage ist Dresden eine gespaltene Stadt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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