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Blaues Wunder wird für 45 Millionen Euro erneuert

Dresdner Wahrzeichen Blaues Wunder wird für 45 Millionen Euro erneuert

In zwei Jahren will die Stadt die gundlegende Sanierung des Blauen Wunders starten. Bis etwa zum Jahr 2023 sollen dann Schritt für Schritt alle Brückenteile instandgesetzt werden. Die Stadt rechnet mit Baukosten von bis zu 45 Millionen Euro.

In zwei Jahren will die Stadt die gundlegende Sanierung des Blauen Wunders starten.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. In zwei Jahren will die Stadt die gundlegende Sanierung des Blauen Wunders starten. Bis etwa zum Jahr 2023 sollen dann Schritt für Schritt alle Brückenteile instandgesetzt werden. Das sagte Andreas Gruner, Abteilungsleiter Brücken- und Ingenieurbauwerke im Straßen- und Tiefbauamt. Die Stadt rechnet mit Baukosten von bis zu 45 Millionen Euro.

„Das ist eine Brücke, die immer Geld und Zuwendung braucht“, ordnete Gruner den bevorstehenden Aufwand ein. Mit den Arbeiten, die das Straßen- und Tiefbauamt jetzt plant, könne die Brücke „mit der derzeitigen Belastung weiter erhalten werden“, so der Abteilungsleiter. Das heißt: Sind alle Arbeiten erledigt, kann die wichtige Verbindung zwischen Loschwitz und Blasewitz problemlos weiter befahren werden. So, wie das auch der Stadtrat will, der sich bereits bei seiner Sitzung im Februar mehrheitlich zur „Loschwitzer Brücke“ bekannt hat. Damals votierten die Räte für die Verkehrsachse und stellten auch das dafür nötige Geld in Aussicht. Allerdings gab die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit den Verantwortlichen im Rathaus keinen Freifahrtschein: Das Straßen- und Tiefbauamt muss die Erfordernis von allen Arbeiten an der Brücke begründen.

Genau das bereiten die Verantwortlichen jetzt vor. Gruner sagte, 2018 sollen zunächst die Betonteile im Fußweg auf der Oberstromseite, der Seite in Richtung Pillnitz, erneuert werden. Dann kommt der aufwendigste Teil der Arbeiten: Voraussichtlich 2020 und 2021 werden Metallteile der Brücke ersetzt, die bereits so verschlissen sind, dass sie nicht vor Ort aufgearbeitet werden können. Dazu gehören auch Teile des Scheitelgelenks und die Rollenlager, mit denen die Brücke auf den Pfeilern aufliegt. Parallel dazu wird die Brücke abschnittsweise neu gestrichen, so dass sie am Ende tatsächlich wieder in der gewohnten und eben nicht sonderlich blauen Farbe erstrahlt. Dabei handelt es sich übrigens nicht um einen Farbanstrich zur Verschönerung der Brücke, das „Blau“ dient in erster Linie dem Rostschutz.

Etwa 2021 ist dann der Fußweg auf der Unterstromseite dran, bevor die finalen Arbeiten in den sogenannten Ankerkammern stattfinden, die sich direkt an die Brückenpfeiler anschließen. In diesen Kammern stand mehrfach das Elbwasser, zuletzt beim Hochwasser 2013. Die Bauarbeiten in den Ankerkammern sollen voraussichtlich 2022 erledigt werden.

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Die Stadt Dresden saniert zwei Bögen unter der Loschwitzer Zufahrt zum Blauen Wunder. Die Tragfähigkeit der Bögen hat gelitten, deshalb brauchen sie eine Stütze. 25 Zentimeter dick soll diese „Schale“ aus Stahl und Beton werden, die unter den zwei Bögen eingezogen wird.

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Ein Gutachten von 2014 hatte wesentlichen Tragwerksteilen noch eine Restnutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten attestiert. Mit der stufenweisen Instandsetzung soll die Nutzung der Brücke dauerhaft gesichert werden. Der größte Teil der Kosten, insgesamt rund 12 Millionen Euro, ist für den neuen Korrosionsschutz vorgesehen. Der letzte Komplettanstrich fand zwischen 1988 und 1992 statt. Etwa zehn Millionen Euro sollen die Arbeiten in den Ankerkammern kosten, fünf Millionen die Erneuerung de Scheitelgelenks und 4,5 Millionen die Aufarbeitung der Rollenlager. Einen Millionenbetrag kosten auch die Arbeiten an den Gehwegen.

Während eines Teils der Arbeiten müssen Autofahrer große Einschränkungen in Kauf nehmen. Denn die Erneuerung ist nicht machbar, ohne dass die Brücke zeitweise komplett gesperrt wird.

Von Christoph Springer

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Bau am Blauen Wunder
Die Stadt Dresden saniert zwei Bögen unter der Loschwitzer Zufahrt zum Blauen Wunder.

Die Stadt Dresden saniert zwei Bögen unter der Loschwitzer Zufahrt zum Blauen Wunder. Die Tragfähigkeit der Bögen hat gelitten, deshalb brauchen sie eine Stütze. 25 Zentimeter dick soll diese „Schale“ aus Stahl und Beton werden, die unter den zwei Bögen eingezogen wird. Besonders für einen Sportverein ist das eine gute Nachricht.

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