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Autos dürfen wieder über die Dresdner Albertbrücke fahren

Brückenfreigabe Autos dürfen wieder über die Dresdner Albertbrücke fahren

Seit dem Morgen ist die Alberbrücke wieder befahrbar. Kurz nach 9 Uhr wurde sie für den Verkehr freigegeben. Dabei sind immer noch nicht alle Arbeiten erledigt.

Freie Fahrt auf der Albertbrücke.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Wenn es dauernd in die Tuba regnet, ist die Blasmusik schnell vorbei. Die Albertbrücke bekam eine letzte Dusche vor ihrer Freigabe, als sich am Montagmorgen mehrere Dutzend Schaulustige versammelt hatten, um bei der feierlichen Eröffnung des sanierten Bauwerks dabei zu sein. Die Feier fiel (fast) ins Wasser. Selbst den Männern der Feuerwehr wurde es zuviel. So packte die Kapelle der Brandschützer ihre Instrumente eilig ein, als der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) ans nasse Rednerpult trat.

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Die Albertbrücke ist wieder frei. Am Morgen hat der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) die Elbquerung nach rund zweieinhalb Jahren Sanierungszeit für den Autoverkehr eröffnet. die Straßenbahnen fuhren da schon wieder mehrere Stunden planmäßig über die Brücke.

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Der Ressortchef aus dem Rathaus dankte den Bauleuten für ihre Arbeit und dem Freistaat für das Geld, das die Stadt für die Brückensanierung bekommen hat. Das waren genau 75 Prozent der sogenannten förderfähigen Kosten. In absoluten Zahlen: 20 Millionen Euro hat die Stadt für die Brückensanierung bezahlt, 13,4 Millionen Euro davon kamen aus der Kasse des Freistaats. Weitere 6,6 Millionen Euro haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) investiert. Drewag, Stadtentwässerung, Telekom, Kabel Deutschland und Vodafone waren mit insgesamt 1,5 Millionen Euro dabei.

Sittel erinnerte sich an ein Brückenerlebnis aus den 90ern. Damals musste der angehende Jurist zu einer Prüfung in ein Gebäude an der Hoyerswerdaer Straße. Sein Vater fuhr ihn, am Sachsenplatz blieben sie aber im Stau stecken. Als sie schließlich die Brückenmitte erreicht hatten, der Prüfungsbeginn rückte immer näher, wurde es dem jungen Mann auf dem Beifahrersitz zuviel. Er sprang aus dem Auto, packte seine zwei Taschen mit den schweren Paragraphenbüchern und stürmte zu Fuß weiter zum Prüfungsort. „Das Adrenalin hat geholfen“, erinnerte sich Sittel an diese Minuten. Und: „Die Sache ist gut ausgegangen, sonst würde ich jetzt nicht hier stehen.“

Gut gegangen ist letztlich auch die Sanierung der Albertbrücke, obwohl der Freigabetermin für den Autoverkehr mehrmals verschoben wurde. Als Grund dafür führte die Stadt regelmäßig Änderungen beim Bauablauf ins Feld. Nicht jedem gefiel das, FDP-Frontmann Holger Zastrow wetterte regelmäßig gegen diese Entscheidungen.

Er fehlte bei der Brückeneröffnung ebenso wie Reinhard Koettnitz, der Leitder des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes, der Urlaub hat und sich vertreten ließ. Der Allgemeinde Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der die Brückeneröffnung kritisch begleitet hat, gab sich unterdessen zerknirscht. Er hatte sich von Koettnitz´ Vertreter Gunther Hentschelmann belehren lassen müssen, weil er die Radwegbreiten falsch gemessen hatte.“Dieser Fauxpas ist für uns peinlich, wir entschuldigen uns dafür“, sagte Nils Larsen, Vorstandsmitglied des Clubs in Dresden. Dennoch ist die Situation aus ADFC-Sicht für Radfahrer nicht unkritisch. Am Altstädter Brückenkopf fehle eine Verbinduing zum Elberadweg, monieren die Verantwortlichen des Fahrradfahrervereins und prognostizieren weiter viele Falschfahrer auf den Brückenradwegen. Auch Rechtsabbieger könnten am Altstädter Brückenkopf Probleme bekommen, weil es für sie keine Aufstellfläche gibt und dort Radfahrer „in langer Reihe hintereinander“ das Rechtsabbiegen für Autos „über mehrere Grünphasen hinweg“ nicht möglich machten.

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Wenige Stunden vor der Wiedereröffnung der Dresdner Albertbrücke haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) das Bauwerk am Sonntagmittag noch einmal auf Herz und Nieren geprüft.

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Ganz fertig abgeschlossen sind die Bauarbeiten übrigens noch nicht. Am Geländer der Albertbrücke muss noch gearbeitet werden, außerdem bleibt die Hoyerswerdaer Straße in Richtung Melanchthonstraße noch bis zum 23. September gesperrt. Die Autos werden über das Carusufer umgeleitet. Auch die Brückenbögen müssen noch erneuert werden. Das Wasser lief bis zur Sanierung der Albertbrücke ungehindert durch das Bauwerk. Jetzt können die Sandsteine trocknen, ab dem nächsten Jahr werden sie saniert. Das soll bis 2018 dauern.

Von Christoph Springer

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Knatsch
Nach Messung der Stadt ist der Radweg breit genug.

Kurz vor der Eröffnung der Albertbrücke am Montagmorgen gibt es den nächsten Streit um das Bauwerk. Dem Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) sind die Radwege auf der Brücke zu schmal. Das will die Stadtverwaltung jedoch nicht auf sich sitzen lassen.

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